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Oscar: Zwei Nominierungen für deutsche Ko-Produktion "Kollektiv - Korruption tötet"

Von Euronews
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Die Nominierungen für den wichtigsten Filmpreis der Welt wurden per Livestream bekanntgegeben.
Die Nominierungen für den wichtigsten Filmpreis der Welt wurden per Livestream bekanntgegeben.   -   Copyright  Danny Moloshok/ Invision/AP
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Die diesjährigen Oscar-Nominierungen sind per Livestream bekanntgegeben worden und Filme mit deutscher Beteiligung dürfen sich Hoffnung machen:

Das Drama "Quo Vadis, Aida?" der in Berlin lebenden Regisseurin Jasmila Žbanić sowie die Dokumentation "Kollektiv - Korruption tötet", eine deutsche Koproduktion, sind für den besten ausländischen Film nominiert.

"Quo Vadis, Aida?" geht für Bosnien-Herzegowina ins Oscar-Rennen, "Kollektiv - Korruption tötet" für Rumänien. "Kollektiv - Korruption tötet", an dem der MDR beteiligt war, ist außerdem nominiert in der Sparte als beste Dokumentation. Der Film handelt von der Brandkatastrophe von 2015 in einem Bukarester Musikclub, bei der mehr als 60 Menschen ums Leben kamen. Er thematisiert auch die damit verbundenen Versäumnisse der Behörden.

Der deutsche Beitrag für den Auslands-Oscar, "Und morgen die ganze Welt" von Regisseurin Julia von Heinz, war bereits bei der Vorauswahl ausgeschieden. Die 93. Oscar-Verleihung soll am 25. April stattfinden.

Die Filmbiografie "Mank", das Familiendrama "The Father"und das Road-Movie "Nomadland" gehen bei den Oscars in der Top-Kategorie für den besten Film ins Rennen. Das gab die Oscar-Akademie bekannt. Hollywoods höchste Auszeichnungen sollen am 25. April verliehen werden.

Chloé Zhao erzählt in ihrem dritten Film "Nomadland", der in Venedig mit dem Goldenen Löwen ausgezeichnet wurde, von einer anderen Art des amerikanischen Traums.

In der Kategorie bester Hauptdarsteller darf sich unter anderen Gary Oldman für seine Rolle in "Mank" Hoffnungen auf einen Oscar machen.

Mank führt mit 10 Nominierungen die Nominierungen für die 93. Academy Awards an und zum ersten Mal wurden zwei Frauen, Chloé Zhao und Emerald Fennell, für die beste Regie nominiert.

Dazu Clayton Davis, Variety's Filmpreis-Redakteur:

"Es ist die Hollywood-Industrie, die endlich anerkennt, dass jeder einen Platz am Tisch verdient. Wir haben zwei Frauen, die für die beste Regie nominiert sind, was erstaunlich ist. Chloé Zhao hat auch Geschichte geschrieben, indem sie die am meisten nominierte Frau in einer Zeremonie wurde, sie erhielt 4 Nominierungen, nur 4 Männer in der Geschichte haben das geschafft.".

Nur fünf Frauen waren jemals zuvor in der Kategorie "Beste Regie" nominiert worden. Zhao ist die erste Frau asiatischer Abstammung, der dies gelang. Auch "Promising Young Woman" von Regisseurin Emerald Fennell darf sich Hoffnungen auf eine Auszeichnung machen.