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AstraZeneca: Warten auf die EMA-Ergebnisse - einige Länder impfen schon wieder

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AstraZeneca: Warten auf die EMA-Ergebnisse - einige Länder impfen schon wieder
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Vorsicht geht vor, sagten sich mehrere Länder in Europa und setzen den Impftstoff von AstraZeneca nach einigen Fällen von Thrombosen erst mal nicht mehr ein, darunter Deutschland, Frankreich und Spanien, obwohl die Länder mit alarmierenden Infektionswellen kämpfen.

Die Europäische Arzneimittelbehörde, die derzeit einen Zusammenhang zwischen den Verdächtsfällen von Blutgerinnseln bei geimpften Personen und dem AstraZeneca-Vakzins prüft, wies bereits vor Abschluss ihrer Untersuchungen darauf hin, dass sie den Nutzen des Wirkstoffs für größer hält als die Risiken.

Belgien treibt Impfungen mit AstraZeneca voran

Im Gegensatz zu vielen anderen EU-Mitgliedern hatte Belgien die Verwendung des Impfstoffs von AstraZeneca nicht ausgesetzt und treibt die Impfungen im Land weiter voran. Laura Verschelde, die sich in einem Impfzentrum in Brüssel mit AstraZeneca impfen lassen will, meint: "Ich habe im Internet recherchiert. Es gibt Studien, die zeigen, dass es auch bei Pfizer zu Thrombosen kommen kann. Ich bin deshalb nicht allzu besorgt."

Ein Virologe des belgischen Covid-19-Krisenzentrums sagte, das Land habe inzwischen mehr als eine Million Dosen des Coronavirus-Impfstoffs von Astra-Zeneca verabreicht.

Rumänien nimmt Impfungen mit AstraZeneca wieder auf

Auch Rumänien hat die Impfungen mit AstraZeneca wieder aufgenommen, nachdem das Land die Verwendung einer Charge in der vergangenen Woche gestoppt hatte. In Italien waren zuvor zwei Menschen gestorben, die mit der gleichen Charge geimpft worden waren.

Die Zahnärztin Irene Palmisano will sich ebenfalls mit AstraZeneca impfen lassen: "Ich glaube nicht, dass es Risiken gibt, weil jedes Medikament, das in Behandlungen verwendet wird, viele Male getestet wird. Wenn es immer noch in Gebrauch ist, dann bestehen keine besondere Risiken. Außerdem müssen die aufgetretenen Fälle nicht unbedingt mit dem Impfstoff in Zusammenhang stehen. Wir kennen die medizinische Vorgeschichte der Leute nicht, die diese Reaktionen hatten."

Ukraine wirbt mit geistlichem Beistand um Vertrauen

In der Ukraine haben sich christliche und jüdische geistliche Würdenträger öffentlich impfen lassen, um das Vertrauen und Akzeptanz der Corona-Impfungen zu verbessern. Die Ukraine hat keine Pläne, die Verwendung des Impfstoffs von AstraZeneca zu stoppen, hatte der Gesundheitsminister am Montag gesagt.

Die Ukraine hat 500.000 Dosen des Impfstoffs von AstraZeneca erhalten, der unter dem Namen Covishield vermarktet und in Indien hergestellt wird. Viele in der Bevölkerung waren skeptisch gegenüber Covishield, weil es in Indien und nicht im Westen produziert wird.

Das Land mit 40 Millionen Einwohnern hatte seine Impfkampagne erst Ende Februar gestartet, später als die meisten europäischen Länder.

Griechenland

Griechenland setzt den Impfstoff ebenfalls weiterhin ein und verweist darauf, dass WHO und europäische Behörden den Wirkstoff empfehlen.

Die Europäische Arzneimittelbehörde will ihren Untersuchungsbericht am Donnerstag veröffentlichen.

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