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Europa will globale Stellung als Batteriehersteller verbessern

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Von Isabel Marques da Silva
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Europa will globale Stellung als Batteriehersteller verbessern
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Die Zahl der Elektroautos dürfte von derzeit 1,5 Millionen bis 2025 auf 70 Million ansteigen. Der Löwenanteil soll in Europa gebaut werden, das hofft zumindest die Batterie-Allianz der EU, die 70 Industrieprojekte unterstützt. Eines davon ist ACC, ein deutsch-französisches Joint Venture zur Produktion von Lithiumionenbatterien für Elektroautos. Eine heimische Zulieferkette der Rohmaterialien zu entwickeln, sei wichtig, heißt es in der Branche.

Es gebe in einigen EU-Staaten Initiativen, heimische Materialien zu bevorzugen, aber auch das Bemühen der Recyclinginduistrie, verstärkt alte Batterien zu nutzen, so Patrick de Metz vom französischen Batteriehersteller SAFT. Beide Quellen sollten der Branche helfen, den Anstieg zwischen dem heutigen Bedarf und dem der Zukunft zu bewältigen.

Die EU-Kommission hat das Ziel ausgegeben, aus der Union bis 2025 den zweitgrößten Hersteller von Lithiumionenbatterien der Welt zu machen - hinter China. Dazu sind die Ausbildung von mindestens 800.000 Arbeitern sowie Investitionen von rund 15 Milliarden Euro nötig.

Dazu legte die Kommission einen Gesetzesentwurf vor und hofft zugleich, dass ihn die portugiesische Ratspräsidentschaft noch in diesem Jahr zum Erfolg verhilft. An diesem Donnerstag wurde der Vorschlag erstmals im Kreise der EU-Umweltminister beraten.

Es brauche zunächst eine genaue Definition dessen, was eine Batterie sei und im Zuge des gesamte Lebenszyklus des Produkts leisten könne, so der Ratsvorsitzende, Portugals Ressortchef João Pedro Matos Fernandes. Eine Batterie existiere weit länger als sie in Gebrauch sei, und deswegen sei es wichtig Batterien recyclen zu können.

Der Batteriesektor kann für die industrielle Autonomie innerhalb des Grünen Umweltpakts entscheidend sein.

Journalist • Stefan Grobe