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Junge Banker bei Goldman Sachs: 95 Std. Arbeit pro Woche, 5 Std. Schlaf

Hauptsitz von Goldman Sachs in New York
Hauptsitz von Goldman Sachs in New York   -   Copyright  JOHANNES EISELE/AFP
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Das sei viel mehr als nur "harte Arbeit", von "unmenschlichen Arbeitsbedingungen" und "Missbrauch" ist die Rede in der Umfrage unter 13 jungen Beschäftigten der Bank Goldman Sachs in den USA. Die offenbar von Angestellten im Investment-Banking-Bereich erstellte Befragung zeigt schockierende Ergebnisse. Das Dokument ist unter anderem auf Twitter veröffentlicht woren.

Neben der Financial Times berichten der Guardian und die BBC über die jungen Finanzanalyst:innen, die gerne "nur" 80 Stunden pro Woche arbeiten würden - und daran denken, Goldman Sachs in den kommenden Monaten zu verlassen.

Im Durchschnitt arbeiten die jungen Beschäftigten 95 Stunden pro Woche - oft noch mehr - und schlafen etwa 5 Stunden pro Nacht - kaum vor 3 Uhr morgens.

100 Prozent der Befragten geben an, dass sich ihre Beziehungen zu Freunden und Familie verschlechtert haben, seit sie bei Goldman Sachs arbeiten.

Einer der Befragten - die alle anonym bleiben wollten - sagte, er habe zeitweise "von morgens bis nach Mitternacht nichts gegessen, nicht geduscht oder sonst etwas getan, außer zu arbeiten."

"Der Schlafentzug, die Behandlung durch leitende Bankangestellte, der psychische und physische Stress. Ich war bei mehreren Pflegefamilien, aber das hier ist noch schlimmer", erklärte ein anderer Teilnehmer der Umfrage.

75 Prozent der jungen Bankangestellten sagen, dass sie darüber nachgedacht haben, wegen Stress und psychischer Belastungen auf der Arbeit psychologische Hilfe zu suchen oder eine Therapie zu beginnen.

In einer Mitteilung von Goldman Sachs zu der Umfrage heißt es: "Wir sind uns dessen bewusst, dass unsere Mitarbeiter sehr viel zu tun haben (...). Nach einem Jahr mit Covid sind die Leute verständlicherweise sehr angespannt, wir haben ihre Sorgen gehört und unternehmen Schritte, um die Probleme anzugehen."

Alle 13 Befragten hatten angegeben, ihnen würden häufig völlig unrealistische Deadlines gesetzt. 92 Prozent fühlten sich in Meetings oft missachtet oder ignoriert.