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EMA-Experten werden in Russland Sputnik V-Produktionsstätten begutachten

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Von Euronews mit dpa
EMA-Chefin Emer Cooke bei einer Videokonferenz mit EU-Gesundheitsministern, 16.03.2021
EMA-Chefin Emer Cooke bei einer Videokonferenz mit EU-Gesundheitsministern, 16.03.2021   -   Copyright  Yves Herman/Pool Photo via AP
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Die Europäische Arzneimittelagentur (EMA) hat angekündigt, die Produktionsstätten des russischen Covid-19-Impfstoffs inspizieren zu wollen. Das erklärte die Chefin der EU-Behörde, Emer Cooke, an diesem Dienstag bei einem Treffen mit dem Gesundheitsausschuss des Europäischen Parlaments mit. Die Experten, die nach Russland geschickt werden, sollen ebenfalls Kliniken, in denen der Impfstoff verwendet wird, unter die Lupe nehmen. Die Inspektion ist für Mitte April vorgesehen.

Seit Anfang März prüft die EMA im Rolling-Review-Verfahren das russische Vakzin, das bereits in 55 Ländern weltweit registriert ist. Ein Zulassungsantrag für Sputnik V wurde bislang nicht eingereicht. Wann also mit einer möglichen Zulassung zu rechnen ist, ist unklar. Cooke erklärte, dass neue Impfstoffe einer gründlichen Prüfung unterzogen werden müssen, und betonte, dass auch für das russische Vakzin dieselben Standards und Untersuchungen gelten "wie bei jeder anderen wissenschaftlichen Bewertung".

Wann mit einer EU-Zulassung des Impfstoffs zu rechnen ist, ist noch offen. Allerdings hatte der Chef des staatlichen russischen Direktinvestmentfonds RDIF, Kirill Dmitrijew, am Samstag erklärt, dass nach einer Zulassung innerhalb von drei bis vier Monaten rund 100 Millionen Dosen Sputnik V an die EU geliefert werden könnten.

Der russische Vektor-Impfstoff gilt als sicher. In einem medizinischen Fachjournal veröffentlichte Daten aus Teststudien an mehr als 19.000 Menschen hatten ihm eine Wirksamkeit von mehr 91,6 Prozent bescheinigt.