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Großbritannien hält inne: Schweigeminuten für Corona-Tote

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Von Euronews mit dpa
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Großbritannien hält inne: Schweigeminuten für Corona-Tote
Copyright  AP Photo/Kirsty Wigglesworth
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Ein Jahr nach dem ersten Lockdown gedenkt Großbritannien der Todesopfer der Corona-Pandemie. Die Mitarbeiter des Gesundheitsdienstes NHS, die Angestellten im Bahnhof Paddington, in London - sie alle halten Schweigeminuten ab. Auch das britische Unterhaus hielt inne.

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Schweigeminute im britischen UnterhausAP Photo

In einem Tweet spricht Premierminister Boris Johnson den Angehörigen aller Verstorbenen sein Beileid aus. "Die letzten 12 Monate hätten uns alle sehr mitgenommen", schreibt Johnson in der Erklärung.

Seit den ersten Einschränkungen vom 23. März 2020 ist die Zahl der Corona-Toten in dem Land von anfangs 938 auf mehr als 126.000 gestiegen. Es ist die höchste Rate in Europa. Mehr als 4,3 Millionen Menschen haben sich bislang mit dem Virus infiziert.

Doch mittlerweile sind Infektionszahlen, Krankenhauseinweisungen und Todesfälle rückläufig. Erstmals seit vergangenem Sommer, so teilte die nationale Statistikbehörde mit, ist die Zahl der Todesfälle inzwischen wieder unter den Durchschnitt der vergangenen fünf Jahre gefallen. Die 7-Tage-Inzidenz, also die Zahl der Infektionen auf 100.000 Einwohner innerhalb einer Woche, lag zuletzt bei 57.Das ist nach Ansicht von Experten bereits teilweise dem erfolgreichen Impfprogramm zu verdanken.

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Anzahl der Erstimpfungen in GroßbritannienEuronews

Über 28 Millionen Menschen wurden mindestens einmal geimpft. Das ist mehr als die Hälfte der erwachsenen Bevölkerung. 2,3 Millionen haben bereits ihre zweite Dosis erhalten. Bis Ende Juli sollen alle Erwachsenen eine erste Impfung erhalten.

Trotz der sich schnell verbreitenden hochansteckenden britischen Corona-Mutation (B.1.1.7) hofft man nun, die Beschränkungen bis Ende Juni 2021 schrittweise wieder aufheben zu können.