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Big Tech vor US-Kongressausschuss wegen Fake News

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Big Tech vor US-Kongressausschuss wegen Fake News
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Bei einer Anhörung im US-Kongress zum Thema "Fake News im Internet" sind die Chefs von Facebook, Google und Twitter sowohl von Demokraten als auch von Republikanern scharf kritisiert worden.

Demokraten warfen den Internet-Diensten zu lasches Vorgehen gegenüber Desinformation vor. Die drei CEOs verteidigten sich.

Milliarden von Menschen würden jeden Tag schreckliche Dinge posten, es sei schwer, dies auszusortieren und gleichzeitig noch die Meinungsfreiheit aufrechtzuerhalten.

Twitter-Chef Jack Dorsey sagte: "Desinformation ist ein weit gefasster Begriff. Wir sind dort eingeschritten, wo wir das größte Risiko sahen."

Offenbar sah Dorsey dies beim damailigen US-Präsidenten Donald Trump, dem Twitter seine Konten sperrte. Facebook-Chef Mark Zuckerberg gab zu, dass dies Anlass zur Sorge gebe, wenn ein Unternehmen einfach das Konto eines Präsidenten sperrt: "Viele Menschen finden das beunruhigend, dass Plattformen gewählte Politiker verbannen können. Ich finde das auch. Privatunternehmen sollten solche Entscheidungen nicht allein treffen. Wir haben einen Rat ins Leben gerufen, der uns kontrollieren soll. Und wir brauchen demokratische Regeln für das Internet, auf die wir uns alle geeinigt haben."

Beide Parteien wollen Änderungen an einer gesetzlichen Regelung durchsetzen, die Online-Plattformen vor Konsequenzen für Behauptungen ihrer Nutzer schützt. Das Telekommunikationsgesetz Section 230 ist an die 25 Jahre alt. Doch die Inhalte zu kontrollieren wird schwierig, wie Google-Chef Sundar Pichai erklärt: "Jede Minute werden mehr als 500 Stunden Video auf YouTube hochgeladen, und ungefähr 15 Prozent der täglichen Google-Suchanfragen sind für uns neu."

Ob sich an Section 230 etwas ändert, ist unklar.