Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

4.700 mit Covid-19 auf Intensivstation: "Suizid des Gesundheitssystems"

euronews_icons_loading
In einem Krankenhaus in einem Vorort von Paris
In einem Krankenhaus in einem Vorort von Paris   -   Copyright  Thibault Camus/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
Schriftgrösse Aa Aa

In Frankreich warnen Ärztinnen, Ärzte sowie Pflegerinnen und Pfleger besonders im Großraum Paris vor einer noch schlimmeren Überlastung der Krankenhäuser in den kommenden Wochen.

Immer mehr Corona-Infektionen werden auch aus Schulen gemeldet. Jetzt wird die ganze Klasse nach Hause geschickt, wenn eine Schülerin oder ein Schüler sich angesteckt hat. Diese Regel gilt in den 19 am stärksten von der Pandemie betroffenen Regionen, in denen die Corona-Regeln verschärft wurden.

24 weitere Départements stehen unter verstärkter Beobachtung. Die Bewohnerinnen und Bewohner könnten sich bald ebenfalls nur noch im Umkreis von 10 Kilometern bewegen dürfen.

Euronews
ROT: Départements im Lockdown GELB: Départements unter BeobachtungEuronews

Am Sonntagabend wurden weitere 37.000 Neuinfektionen gemeldet.

Aktuell werden mehr als 4.700 Covid-19-Patientinnen und Patienten intensivmedizinisch betreut.

In einem offenen Brief sprechen Krankenhaus-Verantwortliche von einer Katastrophenlage. Weder an Covid-19-Erkrankte noch andere Patientinnen und Patienten könnten aureichend behandelt werden, wenn die Zahlen in der Dritten Welle in den kommenden Wochen weiter steigen. "Wir werden gezwungen sein, die Patienten auszuwählen", schreiben die Mediziner.

Krankenhaus-Beschäftigte fordern echten Lockdown für alle

Viele Beschäftigte in den Krankenhäusern meinen, dass die aktuellen Maßnahmen in der Dritten Welle nicht ausreichen.

Eine Krankenschwester in Neuilly bei Paris sagt: "Die Lockdowns nur in einigen Regionen sind nicht genug. Das ist der Suizid des Gesundheitssystems." Und ihre Kollegin meint: "Wir haben im Moment viele Varianten, und es kommen neue dazu. Wir hier haben den Eindruck, dass ein strenger Lockdown für alle notwendig ist."

Präsident Emmanuel Maccorn erklärte, im Moment sei noch nichts entschieden. Die Regierung beobachte die Wirksamkeit der bisher getroffenen Maßnahmen.