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Internationale Währungsfonds: Höheres Wachstum als erwartet

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Von Oleksandra Vakulina
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Internationale Währungsfonds: Höheres Wachstum als erwartet
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Der Internationale Währungsfonds prognostiziert eine stärkere wirtschaftliche Erholung für dieses und nächstes Jahr als erwartet.

Die neuen globalen Prognosen liegen bei einem Wachstum von 6% im laufenden und 4,4% im nächsten Jahr. Wachstumstreiber werden die USA und China sein, die Eurozone hinkt nach einem Einbruch von mehr als 6,5 % hinterher.

euronews Wirtschaftsredakteurin Sascha Vakulina im Gespräch mit mit Petya Koeva Brooks, Stellvertretende Direktorin der Forschungsabteilung beim IWF.

euronews: Die Wachstumsrate im Euroraum dieses Jahr wird die Verluste von 2020 nicht wettmachen. Woran liegt das? Und wie kann die Fiskal- und Geldpolitik in der Eurozone unterstützen, wenn das Impftempo so niedrig bleibt?

Petya Koeva Brooks, IWF: Wir erwarten, dass die Eurozone als Ganzes das Vorkrisenniveau wieder in der ersten Hälfte des Jahres 2022 erreicht, mit einigen Unterschieden zwischen den Ländern. Deutschland und Frankreich früher, dann Spanien und andere erst 2022. Natürlich ist das Impftempo ein Faktor, der einen Unterschied machen kann.

euronews: Die Volkswirtschaften haben sich vor allem in der zweiten Hälfte 2020 flexibler gezeigt und schneller angepasst. Wie hat die Pandemie diese Flexibilität, diese Anpassungsfähigkeit beeinflusst? Und hilft das vielleicht auch in zukünftigen Krisen?

Petya Koeva Brooks, IWF: Es ist schwierig, von einem Silberstreif zu sprechen, mitten in der Pandemie. Aber was wir gesehen haben, ist eine Flexibilität und Anpassung, die wir offen gesagt nicht erwartet hatten. Als wir vor sechs Monaten die Prognosen für das letzte Quartal 2020 machten, als es gerade diese neue Welle an Lockdowns gab, da haben wir mit viel größeren Auswirkungen gerechnet. Die Menschen haben in vielerlei Hinsicht einfach gelernt, wie man trotz der Krise arbeiten kann.