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Zum 200. Todestag Napoleons: Spurensuche in Borodino

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Schlacht bei Borodino, nachgestellt
Schlacht bei Borodino, nachgestellt   -   Copyright  AFP
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Die Schlacht bei Borodino während Napoleons Russlandfeldzug war eine der blutigsten: 35.000 Tote, und 55.000 Verwundete.

Nun sind es 200 Jahre her, dass Napoleon starb. Den Jahrestag nahm eine Gruppe französischer Journalisten zum Anlass, sich zu fragen, was eigentlich mit den Kriegsgefangenen, den französischen Soldaten, die Napoleon zurückgelassen hatte und ihren Nachfahren, geschah.

Historiker Sergej Khomchenko sagt: "Von den ehemaligen Kriegsgefangenen nahmen viele dann die russische Staatsbürgerschaft an und arbeiteten als Bauern oder Handwerker. Und von den Offizieren, die in Kriegsgefangenschaft kamen, haben tatsächlich viele dann mit russischer Staatsbürgerschaft wieder in der russischen Armee gedient."

Nachkommen dieser Soldaten zu finden, nach mehr als 200 Jahren ist das nicht leicht. Doch die Journalisten fanden zum Beispiel Maria Ljudko, die Gesang am Konservatorium in Sankt Petersburg unterrichtet.

Sie erinnert sich: "Meine Großmutter hat mir das erzählt, als ich fünf oder sechs Jahre alt war, dass wir von einem französischen Soldaten unter Napoleon abstammten. Meine Großmutter hatte einen französischen Mädchennamen, (Vigoureux,) und war sehr stolz auf ihre französische Abstammung."

Am 5. Mai 1821 starb Napoleon Bonaparte in der Verbannung auf der Atlantikinsel Sankt Helena.