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Gegenwind für Johnson aus dem Norden? Schottland wählt neues Parlament

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Boris Johnson und Gattin Carrie Symonds auf dem Weg zur Stimmabgabe im Londoner Stadtteil Westminster
Boris Johnson und Gattin Carrie Symonds auf dem Weg zur Stimmabgabe im Londoner Stadtteil Westminster   -   Copyright  Matt Dunham/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved
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Ein "Superwahldonnerstag" in Schottland, England und Wales mit einem besonderen Augenmerk auf Edinburgh.

Die Schottische Nationalpartei von Regierungschefin Nicola Sturgeon will für den Fall der absoluten Mehrheit bei der Parlamentswahl ein neues Unabhängigkeitsreferendum auf den Weg bringen.

Genau dagegen hat sich sich der schottische Labour-Parteichef Anas Sarwar ausgesprochen, weil er eine Volksabstimmung als spalterisch empfindet. 2014 stimmten 55 Prozent der Schotten gegen die Unabhängigkeit.

Auch in weiten Teilen Englands und in Wales sind die Menschen an diesem Donnerstag zu Regional- und Kommunalwahlen aufgerufen.

Zweite Amtszeit für Khan wahrscheinlich

In London hat Bürgermeister Sadiq Khan von der Labour Partei laut Umfragen beste Chancen, im Amt bestätigt zu werden.

Sein einziger aussichtsreicher Herausforderer ist Shaun Bailey von der Konservativen Partei, der wie Khan in sozial schwachen Verhältnissen aufwuchs. Er flirtet offen mit der Vorstellung, durch einen Wahlerfolg zu einem der populärsten schwarzen Politiker in Europa aufzusteigen. Insgesamt bewerben sich 20 Kandidatinnen und Kandidaten um Londons höchstes Amt.

Dass das Amt als politisches Sprungbrett taugt, hat keiner besser bewiesen als Boris Johnson, der Vorgänger von Sadiq Khan.

Pro oder contra Johnson?

Der Premierminister und Gattin Carrie Symonds gaben ihre Stimmen in Westminster ab. Indirekt wird bei den Wahlen auch getestet, wie groß sein Rückhalt in der Bevölkerung ist. Negativ steht für Johnson Europas höchste Corona-Todesrate zu Buche. Punkten konnte er mit der schnellsten Impfkampagne des Kontinents.

Die Wahllokale schließen am späten Abend. Aussagekräftige Ergebnisse werden erst am Freitag erwartet, weil Distanzregeln die Auszählung verzögern.

Euronews-Reporter Tadhg Enright kommentierte in London: _"Für die britische Wählerschaft ist dies die erste Gelegenheit seit der Parlamentswahl 2019, sich zu äußern. Damals war es ein deutlicher Sieg für Boris Johnsons Konservative. Jetzt wird sich zeigen, wie sein Umgang mit dem Brexit und der Pandemie ankommt. Es gibt auch viele lokale Themen, die die Wählerinnen und Wähler bewegen, aber die nationalen Parteien beobachten, wie sich die Wähler fühlen. Ein schlechtes Ergebnis für eine der beiden großen Parteien - die Konservativen und die Labour-Partei - könnte Fragen über ihren Vorsitz und ihre zukünftige Ausrichtung aufwerfen." _