Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Unruhen, Demos und Covid-Ängste zum Ende des Ramadan

euronews_icons_loading
Unruhen, Demos und Covid-Ängste zum Ende des Ramadan
Copyright  Ahmad GHARABLI / AFP
Schriftgrösse Aa Aa

In Jerusalem sind bei Zusammenstößen zwischen der israelischen Polizei und überwiegend palästinensischen Jugendlichen auf dem Tempelberg mehr als 220 Menschen verletzt worden – mindestens 205 Palästinenser („Roter Halbmond“). Die israelische Polizei kam auf 17 verletzte Beamte. Mehrere Demonstranten wurden festgenommen.

Wegen drohender Zwangsräumungen palästinensischer Familien im von Israel annektierten Ost-Jerusalem war es seit Tagen zu Protesten gekommen. Zu den Gebeten am letzten Freitag des islamischen Fastenmonats Ramadan hatten sich tausende Gläubige auf dem Tempelberg versammelt.

Die USA äußerten sich „tief beunruhigt“, für das UN-Rechtsbüro in Genf forderte Sprecher Rupert Colville Israel auf, die Zwangsräumungen abzusagen: „Die Besatzungsmacht kann kein Privateigentum in besetztem Gebiet konfiszieren.“

Der palästinensische Außenminister Riad Malki, zu Besuch bei seinem türkischen Amtskollegen Mevlut Cavusoglu in Ankara, sicherte den palästinensischen Gläubigen vor der Al-Aqsa Moschee seine Unterstützung zu.

Der Ort gilt als drittheiligster des Islam und wird auch von Juden als Standort zweier Tempel aus der Zeit der Bibel verehrt.

"AL-QUDS-TAG"

Zum sogenannten “al-Quds-Tag” am letzten Freitag des Ramadan – „al-Quds“ ist der arabische Name für Jerusalem – hielten Mitglieder der pro-iranischen schiitischen paramilitärischen Gruppe Hashed al-Shaabi eine Parade in den Straßen der nordirakischen Stadt Kirkuk ab.

Mit dem sogenannten “al-Quds-Tag” wollen der Iran und nahestehende Staaten im Nahen Osten Solidarität mit den Palästinensern ausdrücken.

JEMEN

Und im Jemen versammelten sich zum gleichen Anlass Tausende in der von Rebellen gehaltenen Hauptstadt Sanaa. Demonstranten verurteilten arabische Länder, die kürzlich diplomatische Beziehungen zu Israel aufgenommen haben.

Im vergangenen Jahr hatten der Sudan, die Vereinigten Arabischen Emirate, Bahrain und Marokko Abkommen zur Normalisierung der Beziehungen zu Israel unterzeichnet.

Israel hat bereits volle diplomatische Beziehungen zu Ägypten und Jordanien.

PAKISTAN

In Pakistan hatten Behördenvertreter davor gewarnt, dass die Feiertage zum Ende des Fastenmonats Ramadan die zuletzt weniger negative Corona-Entwicklung umkehren könnten.

Reisen wurden stark eingeschränkt, Schulen und Restaurants sind zu, Geschäfte schließen jeden Abend früh die Läden und das Militär wurde mobilisiert, um die Ausbreitung des Coronavirus zu bekämpfen – aber Nacht für Nacht strömten Gläubige in Scharen zu Gebeten in die Moscheen. Viele befürchten, dass ein Durchgreifen eine weit verbreitete Konfrontation in der zutiefst konservativen islamischen Republik auslösen könnte.

su mit dpa