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#Liebegewinnt: Priester in Deutschland segnen alle Paare, trotz Vatikan-Verbot

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Vikar Wolfgang Rothe, segnet Christine Walter und Almut Muenster während eines Gottesdienstes in München, 9. Mai 2021
Vikar Wolfgang Rothe, segnet Christine Walter und Almut Muenster während eines Gottesdienstes in München, 9. Mai 2021   -   Copyright  Felix Hoerhager/dpa via AP
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In Deutschland finden an diesem Montag "Segnungsgottesdienste" für Liebende statt, also auch für gleichgeschlechtliche Paare, die sich den Segen der katholischen Kirche holen wollen. Insgesamt sollen bundesweit rund 100 Gottesdienste abgehalten werden. Bemerkenswert ist, dass der Vatikan sich gegen Segnungen dieser Art ausgesprochen hat und sie trotzdem stattfinden.

Georg Bätzing, der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz hat die Initiative kritisiert, er hält die Aktion für "nicht hilfreich". Segnungsgottesdienste dürften nicht zum "Instrument für kirchenpolitische Manifestationen oder Protestaktionen" genutzt werden.

Der Pfarrer Bernd Mönkebüscher aus Hamm widersprach Bätzing. Jeder Gottesdienst sei politisch, sagte Mönkebüscher. Die Gottesdienste seien ein Schulterschluss mit all denjenigen, die sich von diesem Nein aus Rom verletzt fühlen. Zudem würde es sich nicht um einen Protest handeln. Das Wort sei erst in der Erklärung von Bätzing aufgetaucht.

Die Glaubenskongregation des Vatikans hatte im März klargestellt, dass es nicht erlaubt sei, homosexuelle Partnerschaften zu segnen. "Das, was Rom jetzt gesagt hat, war nicht neu. Man hatte aber gehofft, dass es nicht mehr gesagt werden würde. Und man hatte gehofft, wenn sich Rom überhaupt noch einmal zu einem solchen Thema äußert, dann moderater und offener", sagte Pfarrer Bernd Mönkebüscher aus Hamm.

Im deutschsprachigen Raum hatte sich Widerstand gegen diese Aussage aus Rom geregt, katholische Verbände und 280 Theologieprofessoren protestierten dagegen. Unterstützt wurden sie auch vom Bund der Katholischen Jugend (BDKJ), der sich mit den Pfarrern solidarisierte. Sie forderten zudem die Bischöfe in Deutschland auf, "einen Segensritus für gleichgeschlechtliche Beziehungen in ihren Diözesen einzuführen" einzuführen. An vielen Kirchen prangten Regenbogenfahnen - auch Unterschriftenlisten wurden ausgelegt, die den Widerstand gegen das Verbot des Vatikans offenbarten.