Eilmeldung
Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Tag 8: Israel setzt Kämpfe in Gaza mit "unverminderter Härte" fort

euronews_icons_loading
Tag 8: Israel setzt Kämpfe in Gaza mit "unverminderter Härte" fort
Copyright  Hatem Moussa/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
Schriftgrösse Aa Aa

Bei den anhaltenden Luftangriffen der israelischen Armee auf den Gazastreifen sind inzwischen fast 200 Menschen getötet worden. Israels Militär erklärte, Kampfjets hätten "Terrorziele im Gazastreifen getroffen". In Israel gab es insgesamt 10 Tote.

Unser Kampf gegen die Terrororganisation geht mit unverminderter Härte weiter.
Benjamin Netanjahu
Israelischer Ministerpräsident

Ministerpräsident Benjamin Netanjahu stellte kein Ende der Kampfanhandlungen in Aussicht.

"Unser Kampf gegen die Terrororganisation geht mit unverminderter Härte weiter. Wir zwingen der Hamas einen hohen Preis auf für ihre unerträgliche Aggression. Die Armee hat in den vergangenen Tagen Angriffe auf mehr als 1.500 Ziele durchgeführt."

Die Vertreibung von Familien aus Ost-Jerusalem: ein Auslöser des Konflikts

Die Lage bleibt auch im Viertel Sheikh Jarrah in Ost-Jerusalem angespannt, wo mehrere palästinensische Familien aus ihren Häusern vertrieben werden sollten. Das war ein Auslöser des militärischen Konflikts.

Eigentlich hätte eine israelisches Gericht die Familien vor einer Woche anhören sollen. Doch zuvor war die Lage wegen der Proteste eskaliert - der Justiztermin wurde verschoben.

Die israelische Zeitung HAARETZ schreibt in einem Kommentar, Israel habe keinen Plan für den Umgang mit der Hamas.

Hat Israel keinen Plan im Umgang mit der Hamas?

Sonntag war für die Menschen im Gazastreifen der bisher tödlichste Tag der Kampfhandlungen.

Die Hamas hatte ein Sperrfeuer von 300 Raketen vor allem auf den Süden Israels abgefeuert, so dass die Bewohner in Schutzräume flüchten mussten.

Sonntag war für die Menschen im Gazastreifen der bisher tödlichste Tag der Kampfhandlungen.

Vertreterinnen und Vertreter der 15 Staaten des UN-Sicherheitsrat kamen virtuell zu einer Dringlichkeitssitzung zusammen.

Der palästinensische Außenminister Riad Al-Malki forderte die Vereinten Nationen zum Eingreifen auf.

Wie viele getötete palästinensische Zivilisten braucht es für eine Verurteilung?
Riad al-Malki
Palästenensischer Außenminister

"Wie viele getötete palästinensische Zivilisten braucht es für eine Verurteilung? Wenn ein einziger Israeli ausreicht. Aber wie viele Palästinenser, 200 sind getötet worden..."

Auf eine gemeinsame Erklärung konnte sich der UN-Sicherheitsrat wieder nicht einigen - weil die USA nicht dafür stimmten. US-Präsident Joe Biden sagte in einer Ansprache: "Wir glauben, dass Palästinenser und Israelis gleichermaßen ein Leben in Sicherheit und Geborgenheit verdienen."