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Kritische Stimmen in Warschau und Washington gegen Lukaschenko

Von Luis Nicolas Jachmann  & AP
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Solidaritätsbekundungen in Warschau
Solidaritätsbekundungen in Warschau   -   Copyright  AP
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Rund 50.000 Belarussen leben im Nachbarland Polen. Viele von ihnen unterstützen die Opposition in Belarus seit Beginn der dortigen Proteste. In Warschau haben sich mehrere hundert Regimekritiker am Sonntag erneut versammelt, um gegen Alexander Lukashenko zu demonstrieren.

Solidarität mit der Opposition in Belarus, am Sonntag in Warschau

Sie forderten weitere Sanktionen gegen den autoritären Machthaber und appellierten an die EU und die USA sich stärker für eine Freilassung des inhaftierten belarussischen Bloggers Raman Pratassewitsch einzusetzen.

In Washington äußerte sich US-Präsident Joe Biden am Sonntag anlässlich des Memorial Day indirekt zum Thema: "Ich hatte kürzlich ein langes, zweistündiges Gespräch mit Präsident Xi, in dem ich ihm klar gemacht habe, dass wir uns für die Menschenrechte auf der ganzen Welt einsetzen müssen. Denn so sind wir. Ich werde mich in ein paar Wochen mit Präsident Putin in Genf treffen und ihm klar machen, dass wir nicht zusehen, wie er diese Rechte missbraucht."

Das EU Parlament fordert die sofortige Freilassung des belarussischen Dissidenten Pratassewitsch

Russland gilt als letzter enger Verbündeter von Belarus. Minsk hatte ein Passagierflugzeug auf dem Weg nach Litauen gezwungen zu landen - unter dem Vorwand einer Bombendrohung. Mehrere europäische Staats- und Regierungschef verurteilten das Vorgehen - so wörtlich - als "Staatsterrorismus". Die Europäische Union und die USA haben nach dem Vorfall neue Sanktionen gegen Belarus verhängt.