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Ryanair-Maschine am BER notgelandet: Was war da los?

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Von Euronews mit Dpa
Durchsuchung der Ryanair-Maschine auf dem Rollfeld des BER
Durchsuchung der Ryanair-Maschine auf dem Rollfeld des BER   -   Copyright  Christophe Gateau/dpa via AP
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Für die 160 Fluggäste an Bord einer Ryanair-Maschine auf dem Flug von Dublin nach Warschau war es eine Nacht, die sie so schnell nicht vergessen werden. Am Sonntagabend gegen 20.00 Uhr landete ihr Flieger außerplanmäßig auf dem Berliner Hauptstadtflughafen BER - wegen einer angeblichen Bombendrohung.

Es folgte die Evakuierung der Maschine und eine Durchsuchung durch die Bundespolizei. Die Passagiere mussten ins Terminal und dort bis zum Ende Einsatzes ausharren.

So manch einer fühlte sich zu diesem Zeitpunkt an die jüngste Zwangslandung einer anderen Ryanair-Maschine vor genau einer Woche in Minsk erinnert. Das Flugzeug war auf dem Weg von Athen nach Riga unter dem Vorwand einer Bombenwarnung von den belorussischen Behörden zur Landung gezwungen worden. Tatsächlich diente das Manöver der Festnahme des regimekritischen Bloggers Roman Protassewitsch und dessen Freundin. Die EU hatte unter anderem mit einem Flugverbot über dem belorussischen Flugraum reagiert.

Anonymer Anruf bei Ryanair in Warschau

Beim Flug Dublin-Warschau hingegen stellte sich die Sicherheitswarnung als Fehlanzeige heraus. Nach Informationen der ARD war bei Ryanair am Zielflughafen in Krakau eine Bombendrohung eingegangen.

Demnach hat eine computeranimierte Stimme vor einer Bombe an Bord der Maschine gewarnt. Die Nachricht sei in polnischer Sprache gewesen.

"Wir mussten ausschließen, dass eine Gefahr vorliegen könnte", sagte ein Sprecher der Bundespolizei am Montag. Von der Maschine der Gesellschaft Ryanair gehe keine Gefahr aus, die Polizei habe ihren ihren Einsatz beendet.

Am frühen Montagmorgen kurz vor 4.00 Uhr durfetn die 160 Gestrandeten ihre Reise mit einem Ersatzflugzeug fortsetzen. Der Flughafen hatte zuvor vorsorglich das Nachtflugverbot für den Ryanair-Flug aufgehoben.