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Rechts oder Links im Zeichen von Corona - Peru hat die Wahl

Von Frank Weinert
Rechts oder Links im Zeichen von Corona - Peru hat die Wahl
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Keiko Fujimori gegen Pedro Castillo. Rechts gegen Links. Unterschiedlicher könnten die beiden Kandidierenden bei den Präsidentschaftswahlen in Peru nicht sein. Das Land scheint gespalten - Umfragen sehen Fujimori und Castillo in der am Sonntag stattfindenden Stichwahl praktisch gleichauf.

Gesundheit und die Corona-Pandemie sind die Hauptthemen, die die beiden Kandidaten in den Mittelpunkt ihres Wahlkampfes gestellt haben. Dazu Pedro Castillo: "Wir Peruaner müssen sagen, dass das Leben und die Gesundheit des peruanischen Volkes an erster Stelle stehen, dass die Gesundheit ein verfassungsmäßiges Recht sein muss."

Auch seine Widersacherin, die Tochter des früheren Präsidenten Alberto Fujimori, setzt auf die Pandemie als zentrales Wahlkampfthema: "Wir werden die Art und Weise ändern, wie wir COVID-19 begegnen. Wir erhielten die schreckliche Nachricht, dass sich die Zahl der durch Corona getöteten Menschen in Wirklichkeit verdreifacht hat."

Die beiden Kandidaten haben sehr unterschiedliche Hintergründe. Pedro Castillo, der einen Abschluss in pädagogischer Psychologie hat, lebt immer noch im drittärmsten Bezirk Perus, mitten in den Anden, und war bis vor kurzem Lehrer an einer Schule auf dem Land. Er kam in die Politik, als er einen Lehrerstreik anführte. Er will die Verfassung des Landes ändern, die aus der Zeit von Alberto Fujimori stammt.

Dieser verbüßt wegen Korruption und der Ermordung von 25 Menschen derzeit eine 25-jährige Haftstrafe. Seine Tochter Keiko hat versprochen, ihren Vater zu begnadigen, falls sie die Präsidentschaftswahl gewinnt.

Wer auch immer die Präsidentschaftswahl gewinnt, wird mit einem gespaltenen Kongress konfrontiert sein, der die Verabschiedung von Gesetzen erschweren und das Regieren zu einer großen Herausforderung machen wird.