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Israel: "Wir müssen jetzt liefern" - Ministerpräsident Bennett will das Land einen

Von Euronews mit dpa
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Israel: "Wir müssen jetzt liefern" - Ministerpräsident Bennett will das Land einen
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In Israel steht die neue Regierung um Ministerpräsident Naftali Bennett. Es ist ein Bündnis aus acht Parteien. Zum ersten Mal in der Geschichte Israels wird mit der konservativ-islamisischen Raam eine arabische Partei Teil der Regierung sein.

Bei seiner ersten Parlamentsrede verkündete Bennett das gespaltene Land wieder einen zu wollen: "Das israelische Volk, jeder, schaut auf uns, wir müssen jetzt liefern. Wir werden partnerschaftlich und verantwortungsvoll zusammenarbeiten, um den Riss in der Nation zu kitten."

Bennett bleibt bis September 2023 Ministerpräsident Israels. Im Zuge einer Rotationsvereinbarung soll er dann von Yair Lapid von der moderaten Zukunftspartei abgelöst werden.

Diese Regierung ist durch Freundschaft und Vertrauen zusammengekommen, und Freundschaft und Vertrauen wird diese Regierung auch erhalten.
Wenn wir wissen, wie wir uns gegenseitig vertrauen und unterstützen können, und wenn wir zusammenarbeiten, dann wird es funktionieren.
Yair Lapid
Israels Außenminister und stellv. Ministerpräsident

Netanjahu gibt sich kampfbereit

Benjamin Netanjahu muss nach zwölf Jahren seinen Posten als Ministerpräsidenten räumen. Er wird nun die Opposition als Chef der rechtsgerichteten Likud-Partei anführen.

Der 71-Jährige betonte, er sei schon in der Vergangenheit aus der Opposition zurückgekehrt: "Wenn es unser Schicksal ist, in die Opposition zu gehen, dann werden wir das erhobenen Hauptes tun, bis wir diese gefährliche Regierung zu Fall bringen und zurückkehren, um das Land auf unsere Art zu regieren".

Die neue selbsternannte "Regierung des Wandels" hat in der Knesset, dem Parlament Israels, jedoch nur eine Mehrheit von einem Sitz. Regieren wird so alles andere als einfach.