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"Ein weiterer Tritt" - Corona-Alarm in Sydney durch Delta-Variante

Von Euronews mit dpa, AFP
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Nur wenige Menschen verloren sich am Bondi Beach. Es herrscht Ausgangsverbot
Nur wenige Menschen verloren sich am Bondi Beach. Es herrscht Ausgangsverbot   -   Copyright  AFP/screengrab
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Über Teile von Sydney und den erweiterten Großraum der Metropole ist erneut ein strenger Lockdown verhängt worden. Nach mehreren Dutzend Corona-Neuinfektionen gelten die Maßnahmen zunächst für sieben Tage.

Die Menschen in den betroffenen Gebieten dürfen ihre Häuser und Wohnungen nach Behördenangaben nur in "absolut notwendigen" Fällen verlassen. Es handele sich bei dem Virus um die hochansteckende Deltavariante.

Die Premierministerin des Staates New South Wales, Gladys Berejiklian, sagte während einer Fernsehansprache: "Wir sollten uns auf weitere Fälle einstellen. Leider bekommen alle Haushaltskontakte das Virus. Die Übertragbarkeit ist mindestens doppelt so hoch wie bei früheren Varianten. Wir müssen uns also auf eine potenziell größere Anzahl von Fällen in den nächsten Tagen einstellen, und deshalb ist es so wichtig, dass wir jetzt Maßnahmen ergreifen."

Menschenleere am Bondi Beach

Besorgniserregend sei vor allem ein Coronavirus-Cluster in östlichen Vororten von Sydney. Am beliebten Bondi Beach verloren sich nur wenige Menschen.

Katzenjammer herrschte beim dort ansässigen Bäcker und Café-Besitzer Cris Kriketos: "Heute fühlt es sich einfach wie ein weiterer Tritt an, während man langsam wieder aufsteht. Also ja, das ist ziemlich schlecht, ziemlich miserabel, ziemlich deprimierend. "

Sydney und Australien im Allgemeinen sind bislang vergleichsweise glimpflich durch die Coronakrise gekommen. Es hat 30.400 bestätigte Infektionen gegeben. 910 Menschen sind in Verbindung mit Covid-9 gestorben. Allerdings läuft die nationale Impfkampagne eher schleppend. Australiens Grenzen sind seit März 2020 dicht.