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Merkel besucht Hochwasseropfer, Katastrophenfall jetzt auch in Bayern

Von Euronews mit dpa
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Die B265 in Erftstadt gestern Nachmittag.
Die B265 in Erftstadt gestern Nachmittag.   -   Copyright  SEBASTIEN BOZON/AFP or licensors
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Im Westen Deutschlands hat der Regen nachgelassen. Dafür dehnt sich dich Katastrophe jetzt auf andere Teile des Landes aus. Angela Merkel besucht heute das besonders hart getroffene Eifeldorf Schuld.

160 Tote

Nach den Überschwemmungen in Rheinland-Pflaz und Nordrhein-Westfalen werden noch immer Menschen vermisst und Leichen geborgen. Die Zahl der Todesopfer hat sich auf mindestens 160 erhöht.

Bundeskanzlerin Angela Merkel besucht heute die am schwersten getroffenen Gebiete in der Eifel. Viele Menschen haben dort alles verloren. Bundesfinanzminister Olaf Scholz sagte den Opfern mehr als 300 Millionen Euro Soforthilfe zu.

Niederlande will Schleusen nicht öffnen

In Wassenberg in Nordrhein-Westfalen ist ein Damm der Rur gebrochen. 700 Menschen wurden evakuiert. Zuvor waren auf niederländischer Seite Schleusen geschlossen worden.

Der Bürgermeister von Wassenberg bat die Niederländer, die Schleusen wieder zu öffnen, um weitere Überflutungen zu verhindern. Doch die Bitte wurde abgelehnt.

Bei den Menschen schwankt die Stimmung zwischen Fassungslosigkeit und Verzweiflung. "Alles kaputt. Was sollen wir machen?", sagt ein Mann, dessen Haus komplett geflutet wurde.

Land unter auch in Bayern und Sachsen

Auch bei Erftstadt nahe Köln ist die Lage weiter dramatisch. Die B265 gleicht einem See. Während hier und in den überfluteten Ortschaften im Westen die Bergungsarbeiten laufen, dehnt sich die Katastrophe inzwischen auch auf andere Teile Deutschlands aus.

Im oberbayrischen kreis Berchtesgadener Land wurde nach Starkregen und Erdrutschen der Katastrophenfall ausgerufen. Auch in der Sächsischen Schweiz kommt es zu heftigen Überflutungen.