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Inmitten Debatte um LGBTQ-Gesetz: Tausende zu Gay Pride in Budapest erwartet

Inmitten Debatte um LGBTQ-Gesetz: Tausende zu Gay Pride in Budapest erwartet
Copyright Diritti d'autore Laszlo Balogh/AP
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Von Olivia Harangozó
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Am Samstag werden tausende Teilnehmer:innen zur Gay Pride erwartet. Für sexuelle Minderheiten wird es in Ungarn immer schwerer.

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Budapest bereitet sich auf die Gay Pride am Samstag vor. Zehntausende werden erwartet, um für die Rechte von Homo- und Transsexuellen zu demonstrieren - trotz oder gerade wegen des umstrittenen LGBTQ-Gesetzes. Der Chef der Staatskanzlei Gergely Gulyás erklärte, er gehe davon aus, dass keine Mitglieder seiner regierenden Fidesz-Partei an der Pride teilnehmen. Da gebe es keine Überschneidungen.

Sexuelle Minderheiten stehen in Ungarn steht derzeit besonders im Rampenlicht. In dieser Woche kündigte Regierungschef Viktor Orban an, dass es ein Referendum zu dem LGBTQ-Gesetz geben solle. Die umstrittene Regelung soll laut Regierung Minderjährige schützen und verbietet die Darstellung nicht-heterosexueller Beziehungen in der Werbung und in Medien für Kinder. Die Regierung will nun von der Bevölkerung wissen, ob diese dafür sei, dass Minderjährige ohne Zustimmung der Eltern sexuell aufgeklärt werden oder ob bei Kindern für eine Geschlechtsumwandlung geworben werden dürfe.

Orban nannte das Referendum von 2016 über die Aufnahme von Flüchtlingen in Europa als Vorbild für die jetzt angekündigte Volksabstimmung - es war wegen mangelnder Beteiligung ungültig.

Zahl der homophoben Angriffe steigt

Der ungarische LGBTQ-Verein Háttér spricht von einer Hasskampagne. Bei ihnen seien in den vergangenen Wochen deutlich mehr homo- und transphobe Angriffe registriert worden, so der Leiter der gesetzlichen Beratung bei dem Verein, Tamás Dombos: "Es gibt immer mehr Menschen, die sagen, dass man sich auf der Straße über sie lustig macht, dass sie auf der Arbeit Probleme bekommen, von ihren Nachbarn angegriffen werden. Es scheint, als hätten viele, die schon vorher homo- und transphobe Ansichten hatten, sich jetzt ermutigt oder berechtigt fühlen."

Bei der Pride am Samstag werden die LGBTQ-AktivistInnen nicht alleine in der Stadt sein, so euronews-Reporterin Olivia Harangozó: "Zur gleichen Zeit, nur ein paar Hundert Meter vom Versammlungspunkt der Pride entfernt, will der Verein der Vereinten Europäischen Patrioten eine Gegendemonstration organisieren, unter dem Motto 'Normalität und unsere Kinder verteidigen'."

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