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Mehrere Tote nach Schüssen an armenisch-aserbaidschanischer Grenze

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Von Euronews mit AFP
Ein armenischer Soldat im Bergkarabach-Konflikt, 21.10.2020
Ein armenischer Soldat im Bergkarabach-Konflikt, 21.10.2020   -   Copyright  AP
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Bei Gefechten mit aserbaidschanischen Truppen an der armenisch-aserbaidschanischen Grenze sind drei armenische Soldaten getötet worden. Das teilte die armenische Regierung am Mittwoch mit. Es handelt sich um die tödlichsten Zusammenstöße seit dem kriegerischen Auseinandersetzungen in Berg-Karabach im vergangenen Jahr.

In einer Erklärung des armenischen Verteidigungsministeriums hieß es, zwei weitere Soldaten seien verwundet worden. In einer um 09.20 Uhr Ortszeit (07.20 Uhr MEZ) veröffentlichten Erklärung fügte es hinzu, dass "die Kämpfe andauern".

Das aserbaidschanische Verteidigungsministerium erklärte, zwei seiner Soldaten seien bei den Zusammenstößen ebenfalls verletzt worden, es bestehe jedoch "keine Lebensgefahr".

Beide Länder machten sich gegenseitig für das Aufflammen der Spannungen an der Grenze verantwortlich.

Jerewan und Baku lieferten sich im Herbst 2020 einen 44 Tage andauernden Krieg um die Region Bergkarabach. Im November wurde unter der Vermittlung von Russland ein Waffenstillstand geschlossen.

Die Spannungen zwischen beiden Ländern schwelen seit dem Ende eines Krieges in den 1990er Jahren, und die Eskalation der Gewalt im vergangenen Jahr war die tödlichste seit zwei Jahrzehnten. Mehr als 5.000 Menschen wurden getötet, Zehntausende wurden vertrieben.

Das von Moskau vermittelte Friedensabkommen sah vor, dass Armenien Gebiete an Aserbaidschan abtreten musste.

Beide Länder haben sich seit Inkrafttreten des Abkommens am 10. November wiederholt gegenseitig beschuldigt, gegen die Bedingungen des Waffenstillstands zu verstoßen.