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Griechenland: Es lodern mehr als 150 Feuer - auch in der Nähe von Athen

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Von euronews
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Griechenland: Es lodern mehr als 150 Feuer - auch in der Nähe von Athen
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Im griechischen Parnitha-Gebirge brennt es lichterloh, die Flammen werden zusehends auch zur Gefahr für den angrenzenden Großraum Athen. Die Feuerwehr geht sparsam mit Erfolgsmeldungen um, denn schon mehrere Male breiteten sich die Feuer innerhalb kurzer Zeit wieder rasch aus, nachdem sie eingedämmt schienen.

Die Autobahnen zwischen Athen und dem Norden sowie der Mitte des Landes mussten wegen der Feuer gesperrt werden, zwischen der Hauptstadt und Thessaloniki verkehren keine Züge mehr.

Tausende Menschen mussten vor den Flammen fliehen, für manche wird die Rückkehr schmerzhaft - nämlich dann, wenn ihre Grundstücke und Häuser in Mitleidenschaft gezogen wurden.

euronews-Reporter Ioannis Karagiorgas berichtet: „Wir befinden uns hier am Ausgangspunkt des Waldbrandes in der Region Attica. Er brach hier in Varympompi aus, in der Zwischenzeit haben sich in Attika tausende Hektar Land in Asche verwandelt. Die Einheimischen schauen mit Entsetzen auf ihren zerstörten Besitz."

Das Griechische Rote Kreuz hat mehrere Lebensmittelsammelstellen eingerichtet und zu Geld- und Sachspenden aufgerufen. „Es ist berührend, wie viele Hilfsgüter die Leute schicken. Hier sieht man nur noch die Reste, denn wir bringen die Dinge ständig in die betroffenen Gebiete. Wasser, Saft, Trockennahrung - alles, was die Menschen schicken, ist sinnvoll“, so Konstantinos Kantzavelos vom Roten Kreuz.

Nördlich von Athen brennt es an mehreren Fronten, landesweit sind es mehr als 150 Waldbrände. Der zerstörerischste wütet auf der Insel Euböa. Fast 200 000 Hektar Land sind dort verbrannt, das genaue Ausmaß der Sachschäden ist noch nicht abschätzbar.

Der griechische Ministerpräsident Kyriakos Mitsotakis richtete sich in einer Ansprache an seine Landsleute. Er kündigte unter anderem Unterstützung für die betroffenen Menschen, eine Wiederaufforstung der zerstörten Wälder sowie neue Vorsorgemaßnahmen an, um künftig den Ausbruch von Feuern möglichst gering zu halten.