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Einen Monat nach der OP: Rom spekuliert über Papst-Rücktritt

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Von Alberto De Filippis
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Einen Monat nach der OP: Rom spekuliert über Papst-Rücktritt
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Er mag beteuern, er wolle nicht zurücktreten, die Gerüchteküche brodelt trotzdem kräftig: Wenige Wochen nach seiner Darmoperation gibt der Gesundheitszustand des Papstes offensichtlich Anlass zur Sorge. Im Rom und im Vatikan wird heftig spekuliert. Wie steht es um den 84-Jährigen?

Es sei für jeden sichtbar, dass Franziskus motorische Schwierigkeiten habe, so der Vatikan-Insider Francesco Antonio Grana. Aber das habe sich schon vor der Darmoperation gezeigt. Der Papst warte seit Jahren auf eine Prothese für seine rechte Hüfte. Nach der OP vom 4. Juli werde diese wahrscheinlich erst mal nicht eingesetzt. Franziskus habe vor Kurzem gesagt, ihm seien 33 Zentimeter Darm entfernt worden. Für einen Mann über 80 bedeute das, dass er eine ziemlich strikte Diät halten müsse.

Sollte Franziskus zurücktreten wäre er schon der zweite Papst im Ruhestand - aber schon einen Emeritus wie Benedikt dürfte es eigentlich gar nicht geben. Seine Funktion und sein Status sind ungeklärt. Und Franziskus habe gerade jetzt sicher kein Interesse daran, dieses Dauerprovisorium zu institutionalisieren. so Grana. Natürlich könnte der Status des Papst Emeritus ins Kirchenrecht überführt werden, aber es sei schwierig dies zu tun, während Benedikt alias Joseph Ratzinger noch lebe. Außerdem würde es die Gerüchte um einen Rücktritt Franziskus' nur befeuern.

Papst Benedikt XVI. war 2013 aus Altersgründen zurückgetreten, eine historische Entscheidung. Vor ihm hatte bisher nur ein Papst sein Amt freiwillig ausgegeben. Der 94-Jährige lebt in einem Kloster auf dem Gelände des Vatikan und zeigt sich nur selten in der Öffentlichkeit.