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Ausländer und afghanische Ortskräfte verlassen Kabul mit Passagierflügen

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Von Euronews mit dpa
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Ausländer und afghanische Ortskräfte verlassen Kabul mit Passagierflügen
Copyright  David Goldman/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.
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Mit den ersten Passagierflügen aus Kabul seit Ende der chaotisch verlaufenen militärischen Evakuierungsflüge haben in den vergangenen drei Tagen mehr als 250 Ausländer Afghanistan verlassen können. Westliche Länder bemühen sich, ihren Staatsangehörigen und früheren afghanischen Ortskräften die Ausreise zu ermöglichen.

Binnen drei Tagen seien mehr als 250 ausländische Staatsbürger - darunter Dutzende US-Amerikaner - ausgeflogen worden, teilte der US-Sondergesandte für Afghanistan, Zalmay Khalilzad, am Samstag auf Twitter mit.

Zugleich dankte er dem arabischen Emirat Katar für Hilfe bei den Flügen und begrüßte die Zusammenarbeit der militant-islamistischen Taliban bei diesen "wichtigen Bemühungen". Die Vereinigten Staaten nähmen die Regierung von Katar, die Taliban und andere weiter in die Pflicht, um die sichere Ausreise von Menschen, die das Land verlassen wollten, zu gewährleisten.

Im Rahmen des ersten Evakuierungsflugs seit Ende August waren am Donnerstag nach einem CNN-Bericht mehr als 100 ausländische Staatsbürger ausgeflogen worden. Darunter befanden sich nach Angaben des Auswärtigen Amtes auch 15 Bundesbürger. An Bord eines zweiten Fluges aus Kabul am Freitag waren nach Angaben des Weißen Hauses 19 US-Bürger.

Die Vereinten Nationen verurteilten den gewalttätigen Umgang der Taliban mit friedlichen Protesten.

Zwei afghanische Journalisten berichteten von Misshandlungen mit Schlagstöcken und Peitschen nach einer Demonstration in Kabul.

"Wir fordern die Taliban auf, Gewalt gegen die unverzüglich einzustellen, die ihr Recht auf friedliche Versammlung wahrnehmen", sagte Ravina Shamdasani, die Sprecherin des UN-Menschenrechtsbüros.

Gut 10.000 Afghanen sind auf der Militärbasis Fort Bliss in El Paso im US-Staat Texas untergebracht. Hier erhalten sie auch medizinische Versorgung, bevor sie in anderen US-Staaten eine neue Bleibe finden sollen.

In der afghanischen Hauptstadt Kabul leben etwa 200 Binnenvertriebene in diesem Park. Sie flohen aus der Provinz in die Hauptstadt, als die Taliban vorrückten.

Im Nordwesten Bosniens warten gut ein Dutzend afghanische Familien darauf, dass sie in die EU einreisen dürfen. Sie hoffen, dies wird noch vor dem Winter der Fall sein.