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Keine Mikrochips oder Förderprogramme: Autoverkauf geht zurück

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Von Euronews  mit dpa
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Keine Mikrochips oder Förderprogramme: Autoverkauf geht zurück
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Die Auto-Neuzulassungen in der Europäischen Union gehen weiter zurück. Wie der europäische Herstellerverband Acea in Brüssel mitteilte, habe sich die Talfahrt im September fortgesetzt.

Über die ersten neun Monate des Jahres liegt der EU-Automarkt aber wegen des coronabedingten Einbruchs im Frühjahr 2020 noch über dem Vorjahreszeitraum. 7,5 Millionen Autos bedeuten ein Plus von 6,6 Prozent.

Nach dem Einbruch in den Sommermonaten wurden im zurückliegenden Monat rund 720.000 Neuwagen verkauft. Das ist der niedrigste Wert seit 1995. Das Minus im Vergleich zum Vorjahr liegt nun bei 23,1 Prozent.

Die größten Automärkte in der EU verzeichneten allesamt im September zweistellige Rückgänge: In Italien um 32,7, in Deutschland um 25,7 Prozent. Frankreich verzeichnete ein Minus von 20,5 Prozent, Spanien von 15,7 Prozent.

Die Autoindustrie produziert derzeit weit unter ihren Möglichkeiten, weil überall Mikrochips fehlen. Ganze Schichtwochen fallen aus, Kurzarbeit ist die Folge. Oft werden halb fertige Autos zwischengelagert, bis sie sich nachrüsten und ausliefern lassen.

Dazu hatte sich 2020, nach den harten Lockdowns im Frühjahr, in vielen Ländern die Nachfrage zunächst aufgestaut. Zudem gab es vielerorts auch Förderprogramme, um die Pkw-Nachfrage zu unterstützen. In Deutschland war im Juli 2020 die zwischenzeitliche Mehrwertsteuersenkung in Kraft getreten - das brachte beim Kauf teurer Güter wie Autos Einsparungen.