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Lebenslange Haft für US-Millionär Robert Durst (78)

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Von Euronews  mit DPA / AP
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Lebenslange Haft für US-Millionär Robert Durst (78)
Copyright  Myung J. Chun/AP

Der US-Millionär und Immobilienerbe Robert Durst ist wegen des Mordes an einer Bekannten vor über 20 Jahren zu lebenslanger Haft ohne Bewährung verurteilt worden.

Der 78-Jährige war bereits vor einem Monat in einem aufsehenerregenden Prozess für schuldig befunden worden, die Frau im Jahr 2000 durch einen Schuss in den Hinterkopf getötet zu haben. Nun erfolgte die Verkündung des Strafmaßes.

Ehefrau Kathleen wurde nie gefunden

Die Bekannte Dursts sollte damals vor der Polizei in den Ermittlungen zum bis heute ungeklärten Verschwinden von dessen Ehefrau Kathleen Durst im Jahr 1982 aussagen.

Kathleen wurde nie gefunden - und es wurde nie Anklage im Zusammenhang mit ihrem Verschwinden erhoben. Nach dem Urteilsspruch forderte die Familie von Kathleen, dass Durst auch wegen ihres Verschwindens strafrechtlich verfolgt werden sollte.

Durst, der unter anderem an Blasenkrebs erkrankt ist, hat die Anschuldigungen stets bestritten.

2001 den Nachbarn zerstückelt

Der jetzt Verurteilte hatte bereits in einem anderen Fall vor Gericht gestanden. 2003 gab er zu, einen Nachbarn zwei Jahre zuvor in Galveston im US-Bundesstaat Texas getötet und zerstückelt zu haben.

Die Tötung sei in Notwehr erfolgt, er sei in Panik geraten und habe beschlossen, die Leiche zu zerstückeln. Durst wurde damals freigesprochen. Laut Staatsanwaltschaft wollte Durst die Identität des Mannes stehlen, um den Ermittlungen zum Verschwinden seiner Frau zu entgehen.

"Du bist erwischt! Was zum Teufel habe ich getan?"

In der HBO-Dokumentation "The Jinx" aus dem Jahr 2015 schien Durst die Morde zu gestehen. Er ging auf die Toilette, während er noch ein eingeschaltetes Mikrofon trug. Das zeichnete eine Reihe von Kommentaren auf, die wie ein Geständnis wirkten.

"Du bist erwischt! Was zum Teufel habe ich getan? Sie alle umgebracht, natürlich", sagte er. Die Abschriften der Tonaufnahmen vor Gericht zeigten Medienberichten zufolge jedoch, dass die Zitate zusammengefügt und bearbeitet worden waren, um sie in eine andere Reihenfolge und einen anderen Kontext zu bringen.