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Hoffnung auf mehr Impfungen: Österreich führt 3G am Arbeitsplatz ein

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Von euronews
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Impfzentrum im Wiener Stephansdom
Impfzentrum im Wiener Stephansdom   -   Copyright  Lisa Leutner/ Associated Press

In Österreich gilt ab November die 3G-Regeln am Arbeitsplatz. Wie Gesundheitsminister Wolfgang Mückenstein bekanntgab, gilt die neue Covid-Maßnahmenverordnung für ArbeitnehmerInnen, die im Beruf mit anderen Menschen in Kontakt kommen.

Wer nachweisen kann, dass er oder sie geimpft, genesen oder negativ auf SARS-CoV-2 getestet wurde, muss keine Maske mehr tragen. Bis einschließlich 14.11. gilt eine Übergangspflicht. Wer bis dahin keinen 3G-Nachweis erbringt, muss eine FFP2-Maske tragen. Ausnahmen gelten beispielsweise für Berufe mit wenig Personenkontakt wie LKW-Fahrer oder Försterinnen oder Menschen, die zu Hause arbeiten. Einlasskontrollen soll es nicht geben, stattdessen soll der Arbeitgeber Stichproben machen. Bei Verstößen könnten Arbeitnehmer bis zu 500 Euro, Arbeitgeberinnen bis zu 3600 Euro zahlen müssen.

Zahl der Neuinfektionen so hoch wie zuletzt vor sieben Monaten

Die Maßnahme kommt vor dem Hintergrund steigender Fallzahlen in Österreich. Mit zuletzt 3727 täglichen Neuinfektionen ist der Wert so hoch wie seit März nicht mehr. Gesundheitsminister Mückenstein sagte, er erhoffe sich durch die 3G-Regelung am Arbeitsplatz auch eine Steigerung der Impfrate.

In Österreich sind knapp 62 Prozent der Bevölkerung durchgeimpft. Das Land ist damit zusammen mit der Schweiz Schlusslicht in Westeuropa. Einer Studie der Universität Wien zufolge gibt es kaum noch Potenzial, Impfunwillige zu überzeugen. Besonders hoch sei die Skepsis bei Jungen, GeringverdienerInnen, politikfernen Menschen und FPÖ-WählerInnen. In der Debatte um Einschränkungen für Nicht-Geimpfte tritt besonders FPÖ-Chef Herbert Kickl hervor. Behauptungen, er habe sich heimlich impfen lassen, konterte er mit der öffentlichen Präsentation eines negativen Antikörpertests.