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Verdribbelt? Joshua Kimmich wegen Impfskepsis in der Kritik

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Von Euronews mit dpa
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Joshua Kimmich am 11.10.21 im WM-Qualifikationsspiel gegen Nord-Mazedonien
Joshua Kimmich am 11.10.21 im WM-Qualifikationsspiel gegen Nord-Mazedonien   -   Copyright  Boris Grdanoski/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved

Während die Corona-Infektionszahlen in Deutschland auf den höchsten Stand seit vergangenem Mai gestiegen sind, hat Impfskeptiker und Fußball-Nationalspieler Joshua Kimmich durch sein öffentliches Bekenntnis eine neuartige Corona-Debatte ausgelöst.

In Kimmichs Verein FC Bayern München sind eine ganze Handvoll Profis ungeimpft. Mannschaftskamerad Thomas Müller sprach von einem schmalen Grat und dass "das Impfen besser wäre".

Einen Schritt weiter ging der frühere FC-Bayern-Vorstand Karl-Heinz Rummenigge: Als Vorbild, aber auch als Fakt wäre es besser, Kimmich wäre geimpft, sagte Rummenigge (Bild TV).

Kratzer bekommt nun Kimmichs Engagement für die von ihm selbst ins Leben gerufene Aktion "We Kick Corona", mit der durch die Pandemie in Not geratene Menschen und Organisationen unterstützt werden.

Und ungeimpfte Fans vieler Bundesligisten müssen statt eines Stadionbesuchs in die Röhre gucken, sollten sie weder geimpft noch genesen sein.

Der Chef der Deutschen Fußball Liga DFL, Christian Seifert, sagte der Bild, er könne es nicht verstehen, wenn man sich als Profi nicht impfen lässt. In den Bundesliga-Vereinen liege die Impfquote bei 94 Prozent. Erfasst würden allerdings nicht nur Spieler, sondern auch Trainer und Betreuer.

Fest steht: In den vergangenen Wochen haben zahlreiche Politikerinnen, Politiker und Experten an Unentschlossene appelliert, sich impfen zu lassen. Aktuell haben 70 Prozent der Deutschen eine Schutzimpfung erhalten. Zwei Drittel (66,20%) sind vollständig geimpft.

Damit liegt Deutschland deutlich hinter Ländern wie Portugal (86,60), Dänemark (76,00), Spanien (79,60), Island (81,50) oder dem Impf-Europameister Malta (96,50)