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Wie geht das trotz Corona? Kreuzfahrer zurück in Spanien

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Von su  mit AP
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Die schwimmenden Kleinstädte – Kreuzfahrtschiffe – sind wieder von und nach Spanien unterwegs. Auf die „Mein Schiff 1“, unterwegs von Mallorca nach Bridgetown auf Barbados, passen bis zu 2.894 Passagiere und 1.000 Mann/Frau Besatzung. Bis Mitte Juni lag das Hochsee-Riesenhotel 15 Monate in spanischen Häfen still – Corona. Die Covid-19-Pandemie hatte die Branche in eine schwere Krise gestürzt. Große Teile der Flotte wurden zeitweise stillgelegt, Neubauten verschoben und ältere Schiffe vermehrt verschrottet.

Die spanischen Behörden bleiben vorsichtig, die Aufnahme-Kapazität der Häfen für Kreuzfahrt-Riesen beschränkt, so der leitende Manager von MSC Cruises Spain, Fernando Pacheco:

„Passagiere an Bord, die während der Kreuzfahrt positiv getestet werden, werden in einer individuellen Kabine isoliert, auf einem Deck, das allein und ausschließlich für positiv getestete Passagiere bestimmt ist. Die Passagiere an Bord tragen ein Armband, mit dem wir alle Kontaktpersonen lokalisieren können, die einem positiv getesteten Passagier näher gekommen sind als zwei Meter. Werden diese Passagiere und Besatzungsmitglieder dann positiv getestet, werden sie ebenfalls isoliert."

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ANGST VOR CORONA-SCHLEUDERN

Kreuzfahrtschiffe hatten zu Beginn der Pandemie mit Virus-Ausbrüchen an Bord Ängste geschürt, sie würden Corona weitertragen. Jetzt hofft die Kreuzfahrtbranche, dass die Rentabilität bis 2022 zurückkehrt.

Ukko Metsola, Europa-Direktor des Branchenverbandes “Cruise Lines International Association“:

„Ich meine, alle Augen sind auf den Beginn der nächsten Sommersaison gerichtet, so im März, April 2022. Gesundheit und Sicherheit haben für unsere Passagiere und Besatzungsmitglieder oberste Priorität, aber auch bei der Impfrate und unseren Verhaltensregeln - da passen alle Teile zusammen. Die Leute verstehen es, die Regierungen verstehen es, und es gibt allen Grund, optimistisch in die kommende Saison zu blicken."

Städte verlieren ihre Persönlichkeit
Ana Salas
Umweltaktivistin "Ecologistas en Acción"

Umweltverbände wie "Ecologistas en Acción" verweisen auf die Nebenwirkungen, die mit der Rückkehr des Kreuzfahrttourismus einhergehen.

Die spanische Umweltaktivistin Ana Salas, "Ecologistas en Acción":

„Kreuzfahrttourismus hat einen ökologischen Einfluss auf die Luft- und Meeresverschmutzung. Er schädigt Korallen, zum Beispiel in der Karibik und in sensiblen Gebieten wie der Antarktis. Sozial gesehen, verändert er Städte total – Für ihre Bürger lebenswerte Städte werden zu Schaufenstern des touristischen Geschäfts, die Straßen überfüllt, Städte verlieren ihre Persönlichkeit.“

2018 kamen mehr als 10 Millionen Touristinnen und Touristen an Bord von Kreuzfahrtschiffen nach Spanien.

su mit AP