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Alarmstimmung in Polen: Gewaltige Menschenmenge an Grenze zu Belarus

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Von Euronews mit AP, dpa
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Die Lage an der Grenze zwischen Polen und Belarus ist unübersichtlich. Wie viele Menschen Richtung EU drängen, ist unklar
Die Lage an der Grenze zwischen Polen und Belarus ist unübersichtlich. Wie viele Menschen Richtung EU drängen, ist unklar   -   Copyright  EBU/Минообороны Польши

An der polnisch-belarussischen Grenze hat sich eine große Menschenmenge gebildet, die Richtung Westen drängt.

Der polnische Geheimdienst sprach von einer riesigen Gruppe von Migranten, die unter der Kontrolle bewaffneter belarussischer Einheiten stehe. Diese betätigten sich als Wegweiser für die Menschen, die unterschiedlicher Herkunft sein sollen.

Der polnische Geheimdienstkoordinator Stanislaw Zaryn schrieb auf Twitter, es handle sich um eine weitere feindliche Aktion des Nachbarlandes gegen Polen.

Die Regierung in Warschau berief einen Krisenstab ein. Der stellvertretende polnische Außenminister Piotr Wawrzyk sagte: "Wir fordern von der belarussischen Seite Klarstellungen, wir informieren unsere Verbündeten in der Europäischen Union und dem Nordatlantikpakt über all diese Ereignisse, denn nur eine gemeinsame und einheitliche Antwort kann das Lukaschenko-Regime und Putin, der es unterstützt, stoppen. Heute haben wir es mit einer besonderen Situation, einem besonderen Tag zu tun, denn bisher gab es solche Ereignisse nicht. Ich denke, wir sollten alle mit den Grenzschützern, der Polizei und den Soldaten der polnischen Armee, die das Land verteidigen, zusammenstehen."

Dem belarussischen Präsidenten Alexander Lukaschenko wird seit Monaten vorgeworfen, Menschen aus Krisenregionen einfliegen zu lassen, um sie dann auf dem Landweg in die EU-Länder Polen und Litauen zu schleusen.

Viele der Menschen zieht es dann offenbar weiter nach Westeuropa. Die deutsche Regierung hat wegen vermehrter illegaler Einreisen die Grenzkontrollen zu Polen verschärft.