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Doppelwahl in Bulgarien: Zieht das Motto "Null Korruption"?

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Von Euronews mit AP, dpa
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Sofia: Ein Wahlplakat mit dem Porträt von Ex-Regierungschef Boiko Borissow
Sofia: Ein Wahlplakat mit dem Porträt von Ex-Regierungschef Boiko Borissow   -   Copyright  Valentina Petrova/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.

Zweimal sind Regierungsbildungen in Bulgarien im laufenden Jahr bereits gescheitert, an diesem Sonntag werden die Wahlberechtigten deshalb erneut an die Urnen gerufen.

Die Parlamentswahl ist diesmal mit der Abstimmung über ein neues Staatsoberhaupt verbunden. Umfragen zufolge dürfte die GERB-Partei des früheren Ministerpräsidenten Boiko Borissow trotz Korruptionsvorwürfen stärkste Kraft werden. Sie könnte demnach 20 bis 24 Prozent der Stimmen auf sich vereinigen, aber ohne Koalitionspartner dastehen.

Mit Spannung wird das Abschneiden der erst im Sommer gebildeten Partei "Wir führen den Wandel fort" (PP) erwartet, die sich dem Motto "Null Korruption" verschrieben hat. Ihr werden bis zu 16 Prozent zugetraut. Ihre Galionsfiguren Kiril Petkow und Assen Wassilew waren von Mai bis September Übergangsminister für Wirtschaft sowie Finanzen.

Drittstärkste Kraft könnte die Sozialistische Partei (früher: Kommunistische Partei) von Kornelia Ninova werden. Favorit bei der Präsidentenwahl ist ist Amtsinhaber Rumen Radew. Der 58-Jährige unterstützte im vergangenen Jahr die Proteste gegen Borissow.

Aufgrund der Zuspitzung der Pandemie in Bulgarien und Wahlmüdigkeit wird mit einer geringen Beteiligung gerechnet. Nur rund ein Viertel der Erwachsenen sind vollständig geimpft. Das Land hat bereits den EU-Katatstrophenschutz aktiviert, um Hilfe anderer EU-Länder zu bekommen.