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Nach dem Klimagipfel: "Herkulesaufgabe, vor allem für Entwicklungsländer"

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Von euronews
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Nach dem Klimagipfel: "Herkulesaufgabe, vor allem für Entwicklungsländer"
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Die Gletscher sind fast weggeschmolzen und die Welt steht weiter tatenlos daneben, so zumindest sehen es Nichtregierungsorganisationen nach dem Ende des Klimagipfels in Glasgow. Staats- und Regierungschefs hätten sich lächerlich gemacht. Die Schwergewichte China und Indien hatten in letzter Minute auf einer Abschwächung der Abschlusserklärung bestanden.

Staaten sollen Zusagen nun erfüllen

"Zum ersten Mal haben wir die Kohle-Emissionen in einer Abschlusserklärung überhaupt erwähnt. Das ist ein historischer Erfolg, aber letztlich müssen China und Indien es vor sich selbst verantworten und vor den akut vom Klimawandel bedrohten Staaten. Sie haben ja deren Reaktion auf die Abschwächung der Formulierung mitbekommen", so der britische Gipfelpräsident Alok Sharma. 

Die Vereinten Nationen sind der Ansicht, dass Entwicklungsländer wirtschaftliche Hilfe brauchen, um den Übergang zu grünen Energien zu bewältigen und den Einsatz von Kohle zu verringern. Antonio Guterres hat die Staaten der Welt aufgefordert, die einst zugesagten 100 Milliarden US-Dollar auch wirklich bereitzustellen.

Energiewende als Herkulesaufgabe

Der Klima-Gesandte der EU Frans Timmermans machte nach dem Ende des Gipfels deutlich, was seiner Meinung nach zu tun ist: 

"Wir sprechen von Hunderttausenden Menschen, denen man wird sagen müssen: Eure Industrie hat keine Zukunft. Wir müssen ihnen eine Zukunft bieten und sicherstellen, dass es ausreichend Investitionen in neue Industrien geben wird. Eine Herkulesaufgabe, vor allem für ärmere Ländern."

Am Montag sollen der chinesische Staatspräsident Xi Jinping und US-Präsident Joe Biden per Videoschalte zusammenkommen. Einer Ankündigung zufolge wollen sie Wege finden, die Zusagen von Glasgow umzusetzen, um gemeinsam gegen den Klimawandel vorzugehen.