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Baby und 4-Jährige wegen Covid-19 in Österreich auf Intensivstation

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Von Euronews  mit ORF, Der Standard
Corona-Tests von Kindern in Österreich
Corona-Tests von Kindern in Österreich   -   Copyright  JOE KLAMAR/AFP or licensors

In Österreich stehen nicht nur die Krankenhäuser wegen der vielen an Covid-19 schwer Erkrankten Erwachsenen vor dem Kollaps, Sorgen machen auch mehrere Fälle von Kindern, die mit Covid-19 auf Intensivstationen behandelt werden müssen.

Der STANDARD berichtet von einem 15 Monate alten Kind in Oberösterreich, das wegen Covid-19 auf der Intensivstation behandelt werden musste.

Christian Dopler, Chef der Anästhesie des Salzkammergut-Klinikums Vöcklabruck, erklärt, das Kleinkind habe "schwerstes Lungenversagen" infolge einer Kombination von Corona und mit dem RS-Virus.

Das RS-Virus - Respiratorische Synzytial-Virus - kommt bei Säuglingen und Kleinkindern häufig vor und löst akute Infektionen der unteren Atemwege aus.

In Salzburg ist zudem ein vier Jahre altes Mädchen schwer an PIMS erkrankt. PIMS bedeutet "Pediatric Inflammatory Multisystem Syndrome", es ist ein post-virales Entzündungssyndrom, bei dem das Immunsystem überreagiert.

Die ersten Symptome von PIMS sind meist Fieber, Bauchschmerzen, Erbrechen und Durchfall.

Auch ein fünf Jahre alter Junge musste auf der Kinder-Intensivstation in Salzburg behandelt werden - wie ORF berichtet.

Je mehr Menschen sich insgesamt mit dem Coronavirus infizieren, desto höher ist das Risiko, dass Kinder schwer an Covid-19 erkranken. Das war schon in der ersten Welle des Coronavirus der Fall.

Der Chef der Anästhesie in Vöcklabruck meint: "Es ist mir schon klar, dass Kleinkinder noch nicht geimpft werden können. Aber wenn wir eine Impfquote von 90 Prozent haben, können wir diese mitschützen. Das Risiko, dass ungeimpfte Kleinkinder schwer an Corona erkranken, ist dann ungleich niedriger."

Die Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit (AGES) beziffert die 7-Tage-Inzidenz inzwischen auf 925,0 (Stand: 16.11.).

Salzburg ist mit einer Inzidenz von 1.595,1 am schlimmsten betroffen, gefolgt von Oberösterreich mit 1.455,9. Am niedrigsten ist die 7-Tage-Inzidenz in Wien mit 499,2 und dem Burgenland mit 621,3.

Das Bundesland Wien ist die einzige Region in Europa, in der Kinder ab 5 Jahren jetzt gegen Covid-19 geimpft werden. Die Anmeldungen waen am Montag binnen Stunden ausgebucht.

Die Infektionszahlen bei Kindern und Jugendlichen sind in Österreich extrem gestiegen, dabei sind schwere Erkrankungen weiterhin sehr selten. Laut der österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit AGES ist die 7-Tage-Inzidenz bei den 5- bis 14-Jährigen die Inzidenz mit knapp 2.300 der höchste Wert unter allen Altersgruppen.