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Proteste gegen Coronaregeln: Guadeloupe kommt nicht zur Ruhe

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Von su  mit dpa, AFP
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Proteste gegen Coronaregeln: Guadeloupe kommt nicht zur Ruhe
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Trotz einer Ausgangssperre zwischen 18 Uhr und 5 Uhr morgens

sind die Unruhen im französischen Überseedépartement Guadeloupe weitergegangen, nach neuen Demonstrationen gegen den Gesundheitspass und die obligatorische Impfung für Gesundheitspersonal.

Einige der Unruhen enden in Plünderungen.

Nach einer Dringlichkeitssitzung hatte die Regierung in Paris beschlossen, 200 Polizisten und Gendarme in die Karibik zu schicken.

Gerald Darmanin, Innenminister:

"Der Präfekt, der heute mit den Sicherheitskräften mutig die öffentliche Ordnung wiederhergestellt hat, hat nach unserem Entsende-Beschluss 2.250 Polizisten und Gendarmen zur Verfügung - sie werden in den nächsten paar Tagen eintreffen, Flugzeuge sind bereits unterwegs - zur Wiederherstellung der Ordnung, darunter etwa 50 Kräfte der Anti-Terror-Einheit GIGN (Groupe d'intervention de la gendamerie nationale) und der Elitepolizei RAID (Recherche, assistance, intervention, dissuasion).

BARRIKADEN UND PLÜNDERUNGEN

In den Küstenstädten Pointe-a-Pitre und Le Gosier registrierten die Sicherheitskräfte nach Medienberichten („AFP“) "rund 20 Fälle von Plünderungen oder versuchten Raubüberfällen". In der Stadt Saint-Francois im Osten wurden "Gendarmen, die aus dem Bahnhof kamen, durch Brandfackeln bedroht".

Innerhalb der Gendarmerie hieß es, eine Waffenkammer sei geplündert worden, und eine andere Quelle sagte, auf der ganzen Insel seien "Schusswaffen gegen Polizeikräfte in vier verschiedenen Gebieten eingesetzt worden".

Der Gewerkschaftsbund LKP hatte wegen der Impfpflicht für Gesundheitspersonal und andere Maßnahmen seit Montag zum unbefristeten Generalstreik aufgerufen. Seither gibt es in Guadeloupe Proteste, etliche Straßen wurden blockiert.

Im Sommer waren die Fallzahlen in Guadeloupe in die Höhe geschossen. Teils gab es mehr als 2.000 Neuinfektionen pro 100.000 Menschen in einer Woche. Der Gesundheitsnotstand und besonders strenge Corona-Regeln wurden verhängt. Der Gesundheitsnotstand endete zum Montag und
mit ihm auch die nächtliche Ausgangssperre. Zuletzt steckten sich innerhalb einer Woche auf 100.000 Menschen etwa 57 an.

su mit dpa, AFP