Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

46 Tote bei Busunglück in Bulgarien

Access to the comments Kommentare
Von Julika Herzog  & Marina Stoimenova  mit dpa
euronews_icons_loading
46 Tote bei Busunglück in Bulgarien
Copyright  Minko Chernev/Copyright 2021 The Associated Press. All rights reserved.

Das ausgebrannte Fahrzeugwrack zeugt noch von der Tragödie der vergangenen Nacht. Bei dem Busunglück in Bulgarien sind 46 Menschen gestorben, darunter 12 Kinder. 7 Menschen konnten dem Flammeninferno entfliehen und wurden mit Verbrennungen, aber außer Lebensgefahr ins Krankenhaus gebracht.

Der Reisebus war auf dem Weg von Istanbul nach Nordmazedonien, die Toten waren alle Staatsbürger des an Bulgarien grenzenden Balkanlandes. Viele Todesopfer gehörten einer Familie an.

Der nordmazedonische Regierungschef Zoran Zaev und der Außenminister des an Bulgarien grenzenden Balkanlandes, Bujar Osmani, reisten wenige Stunden nach dem Unglück nach Sofia, um die Verletzten im Krankenhaus zu besuchen. "Ich überlasse es den bulgarischen Experten, die Unfallursache zu untersuchen", sagte er dort. "Die am Leben Gebliebenen erinnern sich an das, was passiert ist."

Um Details zu erfahren, sprach Zaev dann mit seinem bulgarischen Amtskollegen Stefan Janew. «Wir sind zusammen im Guten und im Schlechten. Wir sind brüderliche Völker», bekräftigte Zaev.

"Die bulgarischen Sicherheits- und Ermittlungsbehörden arbeiten hart an der Aufklärung des Unfalls" sagte Janew, der den Hinterbliebenen der Opfer sein Beileid aussprach.

Am Tag des Unglücks gab es mehr Fragen als Antworten: Es war zunächst unklar, ob der Bus bereits vor dem Unfall Feuer gefangen hatte oder sich zunächst überschlug und dann in Flammen aufging. Aus noch ungeklärten Gründen hatte er eine Leitplanke gerammt und sich dann überschlagen. 

Der Streckenabschnitt, in dem das Unglück geschah,liegt in einer hügeligen Gegend und ist für häufige Unfälle bekannt, wie der Bürgermeister der nahe gelegenen Kleinstadt Pernik im Staatsradio sagte. Die Black Box vom Bus sei nach Informationen der Verkehrsbehörde verbrannt oder schwer beschädigt.

Das Unglück brachte ganz unerwartet die Regierungschefs beider Nachbarländer zusammen vor dem Hintergrund belasteter bilateraler Beziehungen. Seit etwa einem Jahr blockiert Bulgarien den Beginn von EU-Beitrittsverhandlungen mit Nordmazedonien.

Diese Tragödie werde eine positive Auswirkung auf die Beziehungen beider Staaten haben, «weil wir uns helfen und die Institutionen zusammenarbeiten». Beide Staaten wollten nationale Trauertage ausrufen.

Die Bustragödie erschütterte die Menschen nicht nur in Bulgarien und Nordmazedonien. EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen und der Präsident des EU-Rats, Charles Michel, sprachen auf Twitter ihr Beileid aus. Die EU sei bereit, Hilfe zu leisten, bekräftigte Michel.