Dieser Inhalt ist in Ihrer Region nicht verfügbar

Gespräch mit Putin über Ukraine-Konflikt: Biden warnt vor "harten" Maßnahmen

Access to the comments Kommentare
Von euronews
euronews_icons_loading
Gespräch mit Putin über Ukraine-Konflikt: Biden warnt vor "harten" Maßnahmen
Copyright  Pavel Golovkin/ AP

Der russische Präsident Wladimir Putin und sein amerikanischer Amtskollege Joe Biden haben in einer Videoschalte über die Ukraine-Krise gesprochen. Der Westen ist in Sorge, weil Russland Truppen in der Nähe der ukrainischen Grenze zusammenzieht. Russland beteuert, es plane keine Invasion. Putin beschuldigte die Nato, an der russischen Grenze aufzurüsten, so der Kreml in einer Mitteilung. Er habe verlässliche und gesetzlich bindende Garantien für eine Ende der Nato-Osterweiterung verlangt.

Das Weiße Haus schrieb nach dem Gespräch, Biden habe Putin gewarnt, dass die USA und deren Allierte mit harten Wirtschaftssanktionen und anderen Maßnahmen auf eine militärische Eskalation reagieren würden. Zudem habe er betont, dass er die Souveränität und territoriale Integrität der Ukraine unterstütze und zur Deeskalation und der Rückkehr zur Diplomatie aufgerufen. Beide Seiten würden im Gespräch bleiben. Biden hatte sich vor dem Gipfel mit seinen europäischen Verbündeten beraten.

Putin habe verlässliche und gesetzlich bindende Garantien für eine Ende der Nato-Osterweiterung verlangt, so der Kreml. Die Präsidenten unterhielten sich knapp zwei Stunden, eigentlich sollte das Gespräch länger dauern.

Tatsächlich sollte die Nato Russland nicht zu nahe kommen, so Andrey Kortunov vom russischen Think-Tank RIAC: "Es gibt zwei deutliche rote Linien: Erstens, eine große Offensive der ukrainischen Armee im Donbass im Osten, die das Ziel hat, das Gebiet zu erobern oder zumindest das Machtverhältnis zu ihrem Vorteil zu ändern und zweitens, auch wenn alle wissen, dass die Ukraine in der nahen Zukunft nicht Nato-Mitglied wird, wäre die Anbahnung die rote Linie, die Moskau zu entschlossenen Handlungen provozieren würde."

Der ukrainische Präsident Wolodimir Selenski hatte die Truppen im Donezk-Becken am Nikolaustag besucht. Sein Verteidigungsminister warnte in einem Interview, ein russischer Einmarsch in die Ukraine würde ein "wirklich blutiges Massaker" bedeuten. Russland sagte, im Falle eines Angriffs auf die Separatisten-Gebiete würde es seine Staatsbürger dort beschützen.