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Ukraine will diplomatische Lösung mit Russland erreichen

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Von Euronews  mit dpa
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Ukraine will diplomatische Lösung mit Russland erreichen
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Die Spannungen zwischen Russland und der Ukraine nehmen weiter zu. Doch in Kiew vertraut man wegen der in der Ostukraine stationierten Soldaten weiterhin die eigene Stärke.

In den vergangenen Wochen ist die Möglichkeit einer Invasion Moskaus immer wahrscheinlicher geworden. Obwohl die ukrainischen Streitkräfte indirekt von der Nato unterstützt wird. Zum Beispiel beim Aufbau von Cyberabwehr. Zudem liefern Alliierte wie die USA Waffen.

Unser Geheimdienst analysiert alle Szenarien, auch die schlimmsten. Er stellt fest, dass die Wahrscheinlichkeit einer groß angelegten Eskalation von Seiten Russlands besteht.
Oleksii Reznikov
Verteidigungsminister Ukraine

Der wahrscheinlichste Zeitpunkt, an dem Russland zur Eskalation bereit sein würde, sei Ende Januar, sagte der ukrainische Verteidigungsminister Oleksii Reznikov. "Je besser wir arbeiten, allein und gemeinsam mit unseren Partnern, desto geringer ist das Risiko einer Eskalation. Der Preis dafür muss für den Angreifer inakzeptabel sein. Die Ukraine ist besonders an einer politischen und diplomatischen Lösung interessiert."

USA geben sich besorgt

Die USA bleiben bei ihrer Position. Sie bereiten sich darauf vor, zu reagieren, falls Russland zuerst angreifen sollte. US-Präsident Joe Biden erklärte all das zusammenzustellen, was er als umfassende und sinnvolle Initiativen halte. Wladimir Putin solle es sehr, sehr schwer haben, weiterzumachen und das zu tun, was den Menschen Sorgen bereite, so Biden.

US-Außenminister Antony Blinken sagte beim OSZE-Außenministertreffen in Stockholm, die USA seien zutiefst besorgt über Beweise dafür, dass Russland Pläne für weitere bedeutende aggressive Schritte gegen die Ukraine geschmiedet habe. Nach Angaben der NATO hat Russland ungewöhnlich große Kontingente gefechtsbereiter Truppen sowie schwere Waffen und Drohnen an der Grenze zur Ukraine stationiert.

Erneutes Putin-Biden-Treffen?

Moskau erklärte, einen Vorschlag für einen langfristigen Waffenstillstand vorzubereiten, dieser solle in den nächsten Tagen den NATO-Verbündeten vorgelegt werden. Ebenso arbeite man mit Hochdruck an einem virtuellen Treffen der beiden Präsidenten Putin und Biden.

Dazu könne es womöglich schon in der nächsten Woche kommen, sagte Kremlsprecher Dmitri Peskow am Freitag der Agentur Interfax zufolge. Datum und Uhrzeit müssten noch mit der amerikanischen Seite abgestimmt werden. An diesem Montag will Putin zu Gesprächen nach Indien fliegen.