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Kreativ und ausgeplündert: USA schicken Raubkunst zurück nach Mali

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Von AFN, su
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Kreativ und ausgeplündert: USA schicken Raubkunst zurück nach Mali
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Kulturerbe zum Anfassen: Malis Ministerpräsident Choguel Kokalla Maiga und der US-Botschafter in Mali Dennis Hankins packen in Bamako Raubkunst aus – die gut 900 Stücke aus Mali waren 2009 im Hafen von Houston, Texas, beschlagnahmt worden. Manche der Bestattungsurnen, Axtköpfe, Gefäße und Steine wurden von Fachleuten auf die Neusteinzeit datiert – tausende Jahre vor unserer Zeitrechnung.

Choguel Kokalla Maiga, Ministerpräsident von Mali:

„Das gesamte malische Volk, die Regierung und das amerikanische Volk – ihre Dankbarkeit, ihre Glückwünsche, ihre Weitsicht und ihr Mut – haben es möglich gemacht, diese Gegenstände nach Plünderungen und illegalem Handel in ihr Heimatland zu repatriieren. Dieses feine US-Vorbild verdient es, von allen Ländern kopiert zu werden, in denen Objekte des nationalen Kulturerbes festgehalten werden."

Die beiden Länder hatten 2007 per Abkommen vereinbart, illegalen Handel mit Stücken aus Malis zu verhindern.

Dennis Hankins,  US-Botschafter in Mali:

"Ich meine, es ist wichtig, darauf hinzuweisen, dass Mali eines der ersten Länder war, das ein solches Abkommen mit den Vereinigten Staaten geschlossen hat, und es ist bis heute das einzige afrikanische Land, das ein solches Abkommen hat. Diese Objekte sind das Ergebnis mehrerer Einsätze unserer amerikanischen Zollbehörde in den vergangenen zehn Jahren. Es sind archäologische und ethnografische Objekte, die hier gestohlen und illegal exportiert wurden."

KULTURERBE VERWÜSTET

Europäische Mächte wie Frankreich und Großbritannien hatten Ende des 19. Jahrhunderts den größten Teil Westafrikas kolonisiert, viele der kulturell bedeutenden Stätten der Region wurden geplündert. In jüngster Zeit haben Milizen und Terrororganisationen in Mali, das 1960 die Unabhängigkeit von Frankreich erlangte, das kulturelle Erbe des Landes verwüstet. Im Jahr 2012 brach ein Bürgerkrieg aus, der die Rückgabe der Stücke verzögerte.

Archäologen schätzen nach Medienberichten („AFN“), dass 90 % der reich bestückten Kulturstätten in Mali geplündert wurden.

AFN, su