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Ungeimpft und unbelehrbar: AfD-Politiker mit Covid-19 im Krankenhaus

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Von Euronews  mit dpa, Facebook
In der Uniklinik in Leipzig - Symbolbild
In der Uniklinik in Leipzig - Symbolbild   -   Copyright  Waltraud Grubitzsch/(c) dpa-Zentralbild

Die AfD-Politikerin Alice Weidel ist nach ihrer Corona-Infektion wieder zurück im Bundestag. Vor ihr hatte sich bereits Co-Parteichef Tino Chrupalla angesteckt. Er kommt ja aus Sachsen, dem Bundesland mit der deutschlandweit niedrigsten Impfquote - und mit der derzeit höchsten 7-Tage-Inzidenz.

In Sachsen liegt diese am 8. Dezember 2021 laut Robert Koch-Institut bei 1.125 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner. Allerdings hat es in den vergangenen Tagen immer wieder Proteste von Impfgegnerinnen und Impfgegnern in Sachsen gegeben.

Schlimm an Covid-19 erkrankt ist der sächsische Landtagsabgeordnete Ivo Teichmann. Der 54-Jährige hat sich selbst in die Uniklinik Dresden eingewiesen. Offenbar hat er Probleme mit der Lungenfunktion.

Dabei steht Teichmann weiterhin zu seiner Position, es dürfe keinerlei Druck auf Ungeimpfte - wie ihn - ausgeübt werden.

Auf Facebook schreibt der AfD-Abgeordnete aus der Sächsischen Schweiz: "An alle Besserwisser: Wir müssen alle gesundheitlichen Risiken zur Corona-Erkrankung und Impfung sehr verantwortungsvoll und sorgsam abwägen. ganz ohne Druck, ohne Hass u. Spaltung der Gesellschaft."

Dass Teichmann auf Facebook auch dem Pflegepersonal in der Uniklinik Dresden dankt, nennt ein Twitter-User "heuchlerisch".

Viele rechtspopulistische Politikerinnen und Politiker sind noch immer nicht gegen Covid-19 geimpft.

Zuletzt hat es ihre Kollegin Beatrix von Storch erwischt, wie schlimm die Ansteckung für sie war oder ist, ist nicht bekannt, aber die 50-Jährige twittert fleißig weiter Parolen gegen eine mögliche Impfpflicht in Deutschland.

In Deutschland sind etwa 67 Prozent der Menschen komplett gegen Covid-19 geimpft. Das sind weniger als in vielen anderen EU-Staaten.