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Ursula von der Leyen: Impfe sich, wer kann

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Von su  mit dpa
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Ursula von der Leyen: Impfe sich, wer kann
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Angesichts hoher Corona-Fallzahlen in Europa und der neuen Virusvariante Omikron hat EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen eindringlich zum Impfen aufgerufen. «Am allerwichtigsten ist es jetzt, die Impfquoten in Europa so schnell wie möglich weiter zu steigern. Und zwar in allen Altersgruppen, Kinder auch eingeschlossen», sagte die deutsche Politikerin im Europaparlament in Straßburg. «Der Preis, den wir alle inzwischen für zu niedrige Impfquoten zahlen, wird ja immer höher.»

Das gelte etwa für die Menschen im Gesundheitssystem und für die Wirtschaft. Es gelte aber auch für Ältere, die ihre Enkel an Weihnachten wieder nicht sehen könnten, und für Kinder, die wieder nicht zur Schule gehen könnten. «Mein Gott, was ist das für Lebens- und Freundeszeit, Lernzeit, die wir ihnen dadurch nehmen. Das heißt, ihnen allen sind wir es schuldig, dass sich alle impfen lassen.»

Die Wissenschaft sagt uns, dass wir damit rechnen müssen, dass Mitte Januar bereits Omikron die neue dominante Variante in Europa sein wird.
Ursula von der Leyen
Präsidentin der EU-Kommission

Ursula von der Leyen, Präsidentin der EU-Kommission:

„Wenn man sich die Zeit der Verdopplung der Neuinfektionen anschaut, dann sind das gerade zwei bis drei Tage - das ist rasant. Die Wissenschaft sagt uns, dass wir damit rechnen müssen, dass Mitte Januar bereits Omikron die neue dominante Variante in Europa sein wird."

KINDER

In einigen EU-Ländern sind die Kinder-Impfungen (unter 12) angelaufen – Griechenland, Deutschland, Portugal, Italien, Ungarn und Spanien. Neuerdings empfiehlt die Ständige Impfkommission BionTech/Pfizer für Fünf- bis Elfjährige mit Vorerkrankungen (starkes Übergewicht, bestimmte chronische Lungenkrankheiten, schweres Asthma oder bronchiale Tumorerkrankungen) und Menschen, die Leute aus Risikogruppen im engen Umfeld haben. 

Um genügend Impfstoff will sich Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) kümmern - er hatte bestätigt, dass im ersten Quartal 2022 ein Mangel an Corona-Impfstoff droht.

FRANKREICH

In Frankreich laufen ab Mittwoch Hunderttausende von über 60-Jährigen Gefahr, ihren COVID-Pass zu verlieren, es sei denn, sie weisen eine dritte Impfung nach. Gabriel Attal, französischer Regierungssprecher: Rund 400.000 Berechtigte über 60-Jährige hätten noch nicht die dritte Dosis erhalten.

su mit dpa