Portugal: Grüne Kraft aus Klärwerken

Portugal: Grüne Kraft aus Klärwerken
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Von LUSA/Jorge Coutinho
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Übrig bleibende organische Schlämme in Klärwerken sind zu teuer zu entsorgender Abfall – bisher. Wie in Portugal aus wertlosem Klärschlamm wertvoller Rohstoff wird.

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Portugal will nachhaltiger, mit Technologie Grüner werden. Dabei wird nichts außer acht gelassen, auch Klärwerke nicht. Übrig bleibende organische Schlämme sind zu teuer zu entsorgender Abfall – bisher. In einer Pilotanlage soll ab Mitte nächsten Jahres eine Technologie zum Einsatz kommen, mit der aus wertlosem Klärschlamm wertvoller Rohstoff wird. Im Wesentlichen geht es um organische Stoffe, die in den Kläranlagen anfallen und ausgasen. Dieses Biogas kann Erdgas eins zu eins ersetzen, ist also eine nachhaltige Energiequelle.

Dieses Projekt zeigt uns, dass alles einen Wert haben kann. Das unser Denken, dass Abfälle keinen Wert mehr hätten, dass in diesem Fall die Schlämme wertlos wären, dass dieses Denken falsch ist.
João Matos Fernandes
Portugiesischer Minister für Umwelt und Klima

"Eigentlich war der Schlamm für uns nur etwas, das möglichst aus der Kläranlage zu bekommen und schnell und umweltfreundlich zu entsorgen ist," so der Minister. "Ab heute will keine Kläranlage mehr den Schlamm loswerden. Dieser Abfall, für dessen Entsorgung bisher noch bezahlt wird, hat einen wirtschaftlichen Wert, und das sogar für den Betreiber der Kläranlage selbst."

CO2 neutrale Energie aus Klärschlamm

Biogas muss behandelt werden, um aus dem Klärschlamm Biomethan zu gewinnen. Portugal hat in diese Technologie 3,6 Millionen Euro investiert, teilweise gefördert durch den Innovationsförderungsfonds. Eine saubere Energiequelle, die in naher Zukunft Fahrzeuge, Haushalte und Unternehmen in Portugal mit Energie versorgen könnte.

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