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Wo der Trüffel auf den Hund kommt

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Von Frank Weinert
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Trüffel
Trüffel   -   Copyright  Euronews

Im Piemont wachsen womöglich die besten Trüffel der Welt. Um sie – die Tartuffi – zu finden, sind sie im wahrsten Wortsinne „auf den Hund“ gekommen, betont Giovanni Monchiero von der Trüffelhunde-Universität in Roddi: "Heute findet der Hund hier einen Trüffel, morgen an einem anderen Ort. Nach und nach erstellt er eine Art 'Google Maps'. Er merkt sich die Punkte und weiß dann, wo er beim nächsten Mal suchen muss. Wenn er etwas gefunden hat, fängt er an, mit Begeisterung zu graben und springt einen an."

Der analoge Hund verlässt sich ganz auf seine studierte Nase. Seit Jahrhunderten gibt es in der kleinen Stadt Roddi die Trüffelhundeuniversität. Das Schnüffeldiplom hat es nun sogar auf die Liste des immateriellen Kulturerbes der Menschheit der UNESCO geschafft. Whow!

Antonio Degiacomi, Präsident des Nationalen Zentrums für Trüffelforschung, weiß um die Tradition, die es zu bewahren gilt: "Es gibt eine Reihe von Kenntnissen über die Flora, das Land, die Beziehung zum Hund, seine Ausbildung, es ist eine Reihe von Fähigkeiten, die innerhalb der Familien weitergegeben wird. Heute gibt es mehr denn je die Notwendigkeit, diese Fähigkeiten mit Hilfe von Verbänden und Ausbildung zu bewahren."

Schwarz oder weiß, auf Eiern, Nudeln oder in einem aromatisierten Öl oder einer Soße – Trüffel sind für ihren einzigartigen Geschmack bekannt. Das muss auch unseren diplomierten Vierbeinern klar gemacht werden. Nur von Mitte September bis Ende Januar sind die edlen Gewächse zu erschnüffeln. Bis zu 500 Euro pro 100 Gramm zahlt der Zweibeiner für den Genuss. Da muss sich Wuffi-Tartuffi also bitte ordentlich anstrengen.