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Tag 3 in Peking: Schweizer Feuz gewinnt Abfahrt. Denise Herrmann Gold für Deutschland im Biathlon

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Von Euronews  mit dpa, AFP, AP
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Schweizer Beat Feuz gewinnt die Abfahrt in Peking
Schweizer Beat Feuz gewinnt die Abfahrt in Peking   -   Copyright  Luca Bruno/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved

Beat Feuz schrie lauthals seine Freude heraus. Im Alter von 34 Jahren hat der Schweizer in China den alpinen Abfahrts-Olymp erklommen. Sein größter Erfolg seit dem WM-Titel von 2017. 

In den sozialen Medien schrieb Beat Feuz nur "WOW, WOW, WOW".

Und dem Champion kamen sogar die Tränen: "Das Schöne war, dass ich mit meiner Freundin und Tochter telefonieren konnte und das war einer der coolsten Momente meiner Karriere. Da ging mir nicht nur das Schöne durch den Kopf, sondern auch das Negative, die schweren Zeiten und der Dank an meine Freundin, dass sie zu Hause alles regelt, damit ich an den Start gehen kann."

Feuz hatte eine Zehntelsekunde Vorsprung auf den schon 41 Jahre alten Franzosen Johan Clarey. Bronze holte Matthias Mayer aus Österreich (+0,16).

Sara Hector setzte ihre Riesenslalom-Siegeserie im Weltcup in China fort, während Topfavoritin Mikaela Shiffrin schon nach wenigen Sekunden ausschied. Die Schwedin Hector siegte vor der Italienerin Federica Brignoni und Lara Gut-Behrami aus der Schweiz, die mit Bronze sehr zufrieden war. Die anderen Schweizerinnen lagen zurück: Wendy Holdener auf Platz 9, Michelle Gisin auf Platz 10 und die 22-jährige Camille Rast auf Platz 16. 

Nach Langlauf-Karriere: Gold für Denise Herrmann im Biathlon

Das zweite Gold für Team Deutschland gewann sensationell Denise Herrmann im Biathlon-Einzelwettbewerb über 15 Kilometer. "Das ist gerade eine total krasse Situation. Ich habe ordentlich auf die Fresse gekriegt dieses Jahr. Aber ich wusste, dass ich es kann", sagte die 33-Jährige im ZDF: "Ich habe mich gut gefühlt. Dass ich schießen kann, wusste ich auch." 2014 hatte sie mit der mit der Langlauf-Staffel Bronze gewonnen.

Die Sportsoldatin bei der Bundeswehr lebt in Ruhpolding und ist mit dem ehemaligen Skilangläufer Thomas Wick liiert. 

Es war das erste deutsche Gold in der Königsdisziplin seit Andrea Henkels Triumph 2002 in Salt Lake City. Zweite wurde die Französin Anais Chevalier-Bouchet vor der Norwegerin Marte Olsbu Röiseland.

Eine phänomenale sechste olympische Goldmedaille holte Eisschnellläuferin Ireen Wüst. Über die 1500 Meter Distanz hielt die Routinierin mit olympischem Rekord Miho Takagi aus Japan und ihre Landsfráu und Europameisterin Antoinette de Jong in Schach.

Den Eiskunstlauf-Teamwettbewerb gewann das Russische Olympische Komitee, auch dank einer glanzvollen Kür der erste 15 Jahre alten Kamila Waliewa. Sie stand als erste Frau einen vierfachen Sprung. Silber und Bronze gingen an die Mannschaften der USA und Japans.

Spitzenreiter im Medaillenspiegel ist Schweden dank drei Mal Gold vor dem Russischen Olympischen Komitee und und der Eislauf-Nation Niederlande. Team Deutschland belegt einen achtbaren fünften Rang hinter dem Gastgeber.