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Madrid: 30 selbstlose Taxifahrer auf dem Weg an die ukrainische Grenze

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Von Carlos Marlasca  & Euronews
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Josué Arnold ist nbur einer von über zwei Dutzend selbstlosen Madrider Taxifahrern
Josué Arnold ist nbur einer von über zwei Dutzend selbstlosen Madrider Taxifahrern   -   Copyright  Euronews/Carlos Marlasca

José ist einer der Taxifahrer aus Madrid, die Hilfsgüter an die Grenze zwischen Polen und der Ukraine bringen. Sein Sohn begleitet ihn. Die Fernsehbilder, die den Krieg zeigen, und Gespräche mit Kollegen haben ihn zu der Mission bewogen.

Josê Garcia sagte gegenüber Euronews-Reporter Carlos Marlasca: "Ich war so erschrocken, dass ich den Sender wechseln musste, weil ich mich schlecht fühlte, als ich die Frauen und Kinder sah, die dort waren, alle verloren, die Bombenangriffe...Das hat bei verschiedenen Menschen etwas ausgelöst. Es kam hoch. Also, zur Kenntnis genommen."

Die Fahrer holen die Hilfsgüter an verschiedenen Orten der Stadt ab. Darunter ist das Lokal einer ukrainischen Vereinigung, die zwei Wochen Lebensmittel, Kleidung und andere Sachen für ihre Landsleute gesammelt hat.

Eine der freiwilligen ukrainischen Helferinnen in dem Lokal ist Maria Sydii: "All diese Menschen sind sehr großzügig, sehr großzügig. Sie nehmen sich Urlaub, sie verlassen ihre Arbeit, sie haben auch ihre Familien, sie müssen sie auch unterstützen und dann ist noch Raum für diese Geste. Das ist unbezahlbar. "

30 Taxis auf dem Weg

Insgesamt sind etwa dreißig Fahrzeuge von Madrid aus nach Osteuropa aufgebrochen.

Euronews-Korrespondent Carlos Malasca kiommentierte in Madrid: "Es ist nicht das erste Mal, dass die Madrider Taxifahrer ihre Solidarität zeigen. Nach den Terroranschlägen vom 11. März 2004, während der schlimmsten Terroranschläge, die Spanien je erlebt hat, stellten s ie ihre Dienste kostenlos zur Verfügung. In jüngster Zeit, während der Pandemie, boten sie kostenlose Transfers für Gesundheitspersonal und ältere Menschen an."

Treffpunkt Flughafen Barajas

Sammelpunkt und Abfahrtsort ist der Flughafen Barajas in Madrid. Hier steht auch Josué Arnold bereit, ein Taxifahrer im Ruhestand, der mit seinem Lieferwagen helfen wollte und seinen ehemaligen Kollegen einen Vorschlag unterbreitete: "Wenn sie einverstanden sind, bringe ich die Waren dorthin und auf dem Rückweg lade ich das Gepäck der Leute ein, was auch immer sie dabei haben. So wird die Sache rund. Sie mögen die Idee, ich meine meine Kollegen und Ex-Kollegen, mit anderen Worten, sie kennen mich noch sehr gut in dieser kleinen Welt, weil ich eine gewisse Prominenz hatte."

Wenn sie planmäßig durchkommen, liegen jetzt rund 40 Stunden Autoifahrt vor den selbstlosen Chauffeuren. Unterm Strich bedeutet das für jeden Einzelnen bis zu fünf Tage ohne Einnahmen. Aber darüber verliert keiner der Taxifahrer ein Wort.