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Krieg in der Ukraine: Flucht, Leid, Ungewissheit und ein wenig Hoffnung

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Von euronews
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Krieg in der Ukraine: Flucht, Leid, Ungewissheit und ein wenig Hoffnung
Copyright  AP / Vadim Ghirda

Die russischen Bodentruppen in der Ukraine machen nach US-Einschätzung weiter kaum Fortschritte. Die Gefahr für die Menschen kommt oft aus der Luft. In der Hauptstadt Kiew gilt eine 35-stündige Ausgangssperre. Laut Bürgermeister Vitali Klitschko ist die aktuelle Situation "schwierig und gefährlich".

Viele Menschen versuchten sich vor der Ausgangssperre mit Lebensmitteln und Medikamenten einzudecken. Ein Mann erzählt:  "Wir kommen aus Tschernihiw, die Situation dort ist viel schlimmer. Sie haben versucht Tschernihiw dem Erdboden gleich zu machen. Sie bombardieren Wohngebiete, sie zerstören ganz gezielt Wohngebäude."

Rund 20.000 Menschen haben es am Dienstag geschafft aus der belagerten Stadt Mariupol zu fliehen. Dem Roten Kreuz zufolge geht das Leiden für die Hunderttausenden Menschen, die noch immer eingeschlossen sind, weiter. Die Lebensbedingungen in Mariupol seien katastrophal.

Der Gouverneur der Region erklärte, russische Streitkräfte hätten ein Krankenhaus eingenommen und würden dort jetzt rund 400 Menschen als Geiseln festhalten. Diese Angaben konnten nicht unabhängig überprüft werden.

Im ganzen Land wird weiter versucht, Menschen in Sicherheit zu bringen und Hilfe zu leisten. Ein Konvoi von Lastwagen mit 200 Tonnen humanitärer Hilfe des Internationalen Komitees vom Roten Kreuz (IKRK) und anderer angeschlossener Partner erreichte am Dienstag die ukrainische Stadt Vinittsya. Die 11 Lastwagen, die auch vom Deutschen Roten Kreuz und von Partnern der Rotkreuz- und Rothalbmondbewegung entsandt wurden, lieferten Material, das in der gesamten Ukraine verteilt werden soll.

Zu den transportierten Hilfsgütern gehörten medizinische Ausrüstungen für Kriegsverletzte, Hilfspakete sowie Wasser- und Sanitärversorgung.

Die Friedensgespräche zwischen den ukrainischen und russischen Delegationen sollen heute wieder aufgenommen werden. Die Unterhändler sagen, dass es Raum für Kompromisse gibt.