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Tödlicher Bootsunfall auf Gardasee - Haftstrafen gegen zwei Münchner

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Von Euronews mit dpa
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Angehörige der Getöteten verfolgten das Urteil im Justizpalast von Brescia
Angehörige der Getöteten verfolgten das Urteil im Justizpalast von Brescia   -   Copyright  screengrab ITRAI via EBU

"Gerechtigkeit für Greta und Umberto" wurde vor der Urteilsverkündung im Justizpalast von Brescia gefordert. Kurz darauf verkündete das Gericht Haftstrafen von knapp drei Jahren und viereinhalb Jahren für zwei Männer aus München, die laut Staatsanwaltschaft für den Tod eines italienischen Paares auf dem Gardasee verantwortlich sind. 

Bei den Hinterbliebenen von Umberto Garzarella (37) und Greta Nedrotti (25) sorgte das Urteil für unterschiedliche Reaktionen. Die Familie von Greta Nedrotti kritisierte, dass das Gericht kürzere Haftstrafen als von der Staatsanwaltschaft gefordert verhängte.

Den beiden 52-jährigen Deutschen wurde unter anderem fahrlässige Tötung und unterlassene Hilfeleistung vorgeworfen, nachdem sie das Paar am 19. Juni 2021 kurz vor Mitternacht mit ihrem Motorboot überfahren hatten. Sie bestritten, betrunken gewesen zu sein und das Unglück bemerkt zu haben. Sie hätten gedacht, über ein Holzteil gefahren zu sein. 

Enzo Garzarella, Umbertos Garzarellas Vater, äußerte sich nach dem Urteilsspruch vor dem Justizpalast: "Ich hoffe, dass dieses Urteil zumindest zu einem gewissen Schutz und einer gewissen Vorsicht auf unseren Seen führen wird, auch wenn dieses Gesetz kommt."

Ein Gesetzentwurf für sogenannte "nautische Tötungsdelikte" in Italien wird gerade abschließend vom Parlament geprüft. Die Anwälte der Deutschen, die der Urteilsverkündung fern blieben, kündigten Revision an. Somit sind die Urteile noch nicht rechtskräftig und sie müssen ihre Strafen noch nicht antreten.