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Echt kein Glück für die Kandidatin: Valérie Pécresse hat Covid-19

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Von Euronews  mit AFP, Twitter
Kandidatin bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich, Valérie Pécresse
Kandidatin bei der Präsidentschaftswahl in Frankreich, Valérie Pécresse   -   Copyright  Ludovic Marin/AP

Das hat Valérie Pécresse gerade noch gefehlt. Ihre Kampagne lief schon seit Wochen nicht wirklich gut, selbst in den eigenen Reihen mangelt es an Begeisterung für die Frau, die bisher vor allem im Großraum Paris Regionalpolitik machte.

Jetzt ist die konservative Kandidatin für die Präsidentschaftswahl in Frankreich positiv auf das Coronavirus getestet worden. Weniger als drei Wochen vor dem ersten Wahlgang am 10. April erklärt die 54-Jährige, sie werde den Wahlkampf online und unter Beachtung der Abstandsregeln fortsetzen. Dank ihres engagierten Teams werde sie alle Termine einhalten.

In Frankreich gilt seit zehn Tagen keine Maskenpflicht mehr - und die 7-Tage-Inzidenz steigt seit Tagen wieder deutlich an, auf jetzt 937 pro 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner.

In den Umfragen weiter zurückgefallen

In der neuen Harris-Umfrage kommt Valérie Pécresse nur noch auf 10 Prozent der Stimmen und liegt damit hinter Emmanuel Macron, Marine Le Pen und Jean-Luc Mélenchon und Eric Zemmour auf Platz 5. Demnach würde Marine Le Pen im zweiten Wahlgang gegen den aktuellen Präsidenten antreten. Nicht nur der Linke Jean-Mélenchon, sondern sogar der zweite rechtsextreme Bewerber Eric Zemmour hat also die christdemokratische Kandidatin überholt.

Keine Unterstützung durch Nicolas Sarkozy

Die Kandidatin von Les Républicains, der Partei, die international vor allem als Sarkozy-Partei bekannt ist, hat bis heute keine offizielle Unterstützung des konservativen Ex-Präsidenten bekommen. Dabei ist ohnehin nicht ganz klar, ob es ihr etwas bringt, wenn sich Nicolas Sarkozy für seine ehemalige Ministerin ausspricht. Dass der Ex-Präsident sich nicht hinter die Kandidatin seiner Partei gestellt hat, gilt dennoch als Makel von Valérie Pécresse. Einige meinen, Sarkozy könne am Ende eine Wahlempfehlung für den Amtsinhaber Emmanuel Macron ausgeben.