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Totgeprügelte Hunde und hungernde Menschen: Brutaler Corona-Lockdown in Shanghai

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Von Euronews  mit dpa, afp, ap
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Genesener Patient auf dem Weg aus dem Quarantänezentrum in Shanghai
Genesener Patient auf dem Weg aus dem Quarantänezentrum in Shanghai   -   Copyright  AP Photo/Xinhua

Die Lage in Shanghai wird immer dramatischer. Seit nun schon 23 Tagen dürfen die 26 Millionen Menschen in der Metropole ihre Häuser nicht verlassen. Der härteste Corona-Lockdown der Welt führt zu immer mehr Leid.

Getötete Haustiere und Schlägertrupps

In den sozialen Medien tauchten Videos von Menschen auf, die in ihrer Verzweiflung Supermärkte plündern. Andere zeigen Kontrolltrupps des kommunistischen Regimes, die Menschen verprügeln, die gegen den Hausarrest verstoßen. Für einen Aufschrei sorgten auch Handyaufnahmen, auf denen zu sehen ist, wie Haustiere auf offener Straße erschlagen werden, aus Angst sie könnten das Virus verbreiten.

Doch vom wachsenden Unmut in der Bevölkerung lässt sich Peking nicht beirren. Die Videos werden von der Staatszensur gelöscht, die "Null-Covid"-Politik aufrechterhalten. China erlebt derzeit die schlimmste Corona-Welle seit Ausbruch der Pandemie. In Shanghai werden rund 24.000 Neuansteckungen pro Tag gemeldet.

Die Behörden erklären, dass die Versorgung mit Lebensmitteln über Online-Plattformen und Lieferdienste sichergestellt werden. Doch viele Menschen beschweren sich, nichts mehr geliefert zu bekommen und zu hungern. 

Und es gibt noch weitere Kollateralschäden: So erklärte ein Mediziner, dass rund 2000 Diabetes-Erkrankte verstorben seien, weil sie durch den Lockdown nicht mehr ausreichend medizinisch versorgt werden konnten.