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3 von 4 Kindern in den USA hatten Covid-19 - laut Studie des CDC

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Von Euronews  mit AP, CDC
Kinder und Covid-19 in den USA
Kinder und Covid-19 in den USA   -   Copyright  Carolyn Kaster/Copyright 2022 The Associated Press. All rights reserved.

Drei von vier Kindern in den USA haben sich mit dem Coronavirus infiziert. Das geht aus einer neuen Studie der Gesundheitsbehörde "Centers for Disease Control and Prevention" (CDC) hervor, die die Zahlen bis Ende Februar 2022 erfasst hat. 

Insgesamt hatten laut der CDC-Studie fast 58 Prozent der Menschen in den USA Covid-19. Im Dezember waren es 33,5 Prozent. 

Das Forscherteam untersuchte Blutproben von mehr als 200.000 Amerikanerinnen und Amerikanern und suchte nach Antikörpern gegen das Coronavirus, die durch Ansteckungen und nicht durch Impfungen entstanden waren.

Am stärksten stieg die Infektionsrate durch die Omikron-Welle bei Kindern - nämlich von 44,2 Prozent im Dezember 2021 auf 75,2 Prozent im Februar 2022 bei Kindern im Alter von 11 Jahren und jünger. 

Bei Jugendlichen im Alter von 12 bis 17 Jahren waren die Prozentsätze fast identisch.

"Ich hatte mit einem Anstieg gerechnet, aber ich hatte nicht erwartet, dass die Zahlen so stark zunehmen würden", sagte Dr. Kristie Clarke, die Hauptautorin der Studie. Die Gesundheitsbehörde erklärt die hohen Infektionsraten bei Kindern vor allem dadurch, dass die Kleinen weniger häufig gegen Covid-19 geimpft sind als Erwachsene. Zudem schützen sich laut Clarke ältere Menschen eher dadurch, dass sie Masken tragen oder Menschenmengen vermeiden.

US-Expertinnen raten weiter zur Impfung von Kindern

35 Prozent der Kinder im Alter von 5 bis 11 Jahren haben nach Angaben der CDC mindestens eine Dosis eines Covid-Impfstoffs erhalten. Etwa 68 Prozent der 12- bis 17-Jährigen haben eine Impfung verabreicht bekommen.

"Als Kinderarzt und Elternteil würde ich auf jeden Fall weiterhin dafür plädieren, dass Kinder geimpft werden, auch wenn sie bereits infiziert sind", sagte Dr. Kristie Clarke, medizinische Epidemiologin bei der CDC. 

Dr. Rochelle Walensky, die Direktorin des CDC, betonte, dass Antikörper aus früheren Infektionen keinen ausreichenden Schutz gegen künftige Erkrankungen darstellen.

"Wir wissen nicht, ob dieser Schutz geschwunden ist. Wir wissen nicht so viel über dieses Schutzniveau wie über den Schutz, den wir durch Impfstoffe und Auffrischungsimpfungen erhalten", sagte Walensky. Ihre Behörde empfiehlt auch Personen mit nachweisbaren Antikörpern aus früheren Infektionen eine Impfung gegen Covid-19.

Infektionen und Krankenhauseinweisungen steigen

Die CDC teilte auch mit, dass die Zahl der COVID-19-Fälle weiter zunimmt und in der vergangenen Woche um 23 % auf 44 416 pro Tag gestiegen ist. Die 7-Tage-Inzidenz in den gesamten USA liegt derzeit bei 104,7 - also auf einem vergleichsweise niedrigen Level.

Die Zahl der Todesfälle ist nach monatelangem Rückgang auf 314 pro Tag gesunken, das sind 13 % weniger als in der Vorwoche. 

Laut CDC-Direktorin Rochelle Walensky ist die Zahl der Krankenhausaufenthalte mit 1.629 pro Tag um 7 % gegenüber der Vorwoche gestiegen.